Schwetzingen

Aktive Frauen Hirschacker Feuerwehrkommandant berichtet

Bis zu 500 Einsätze im Jahr

Archivartikel

Schwetzingen.Feuerwehrkommandant Walter Leschinski hielt bei den Aktiven Frauen Hirschacker einen sehr interessanten Vortrag über die städtische Wehr. Er erklärte, dass die Freiwillige Feuerwehr eine leistungsfähige Truppe der Stadt sei und 45 Männer mit 13 Fahrzeugen für Einsätze bereit stehen.

Drei Kollegen sind hauptamtlich tätig, zwei für die Technik zuständig, und es gibt zwei Sachgebietsleiter für den Katastrophenschutz. 400 bis 500 Einsätze werden pro Jahr absolviert. Zehn Prozent davon sind Hausbrände. Auch sichert die Feuerwehr Veranstaltung, zum Beispiel bei den Festspielen oder dem laufenden Mozartfest im Rokokotheater ab.

Im Dezember 2017 wurden für eine neue Drehleiter 621 000 Euro investiert. Mit deren Rettungskorb werden unter anderem auch Menschen aus Häusern transportiert, die krankheitsbedingt beziehungsweise aufgrund ihres Gewichts nicht mehr durch reguläre Türen gebracht werden können. Unfälle, so Leschinski, würde grundsätzlich die Polizei abwickeln, die Rettung eingeschlossener Personen etwa in Autowracks oder das Reinigen der Fahrbahn, wenn zum Beispiel bei einem Unfallwagen Öl ausgelaufen ist, übernehme die Feuerwehr. Auch bei der Kampfmittelbeseitigung ist die Feuerwehr präsent.

Grundsätzlich ist das Feuerwehr-Wesen in Deutschland mit Brandschutz klar geregelt: Innerhalb von zehn Minuten muss die Feuerwehr an der Gefahrenstelle sein. Beim Alarm ist alles bereit: das Tor für die Fahrzeuge ist geöffnet, die Schutzanzüge befinden sich anziehbereit in den Umkleiden.

Der europäische Notruf ist 112. Leschinski erklärte, dass Brandmelder vor allem im Schlafzimmer und im Flur sehr wichtig sind – sie haben schon so manches Leben gerettet. In Hotels sind Flucht- und Rettungswege zu beachten. In Treppenhäusern soll nichts aufgestellt werden, damit der Rettungsweg nicht behindert wird. Ebenso verhindern Falschparker, dass Feuerwehr-Fahrzeuge zur Gefahrenstelle kommen. Abschließend sprach der Referent das Nachwuchsproblem an. Jugendliche sind durch Ausbildung, Abitur und Studium schwer für die Feuerwehr zu begeistern.

Die Vorsitzende der Aktiven Frauen, Brigitte Dietewig, bedankte Walter Leschinski für den sehr informativen Vortrag, von den Damen gab’s riesigen Beifall. gb

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