Schwetzingen

Stadtgespräch Rettungsaktion endet für Feuerwehrchef fatal

Bis(s) zum nächsten Schmusetiger

„Im Garten des Anwesens lag eine offensichtlich kranke Katze. Die Katze wurde ins Tierheim Heidelberg gebracht.“ So lautet kurz und knapp die Meldung der Freiwilligen Feuerwehr Schwetzingen vom 24. August. Für Kommandant Walter Leschinski, der allein bei der Tierrettung in der Bismarckstraße im Einsatz war, bedeutete die Aktion allerdings eine schmerzhafte Erfahrung.

„Das Kätzl hat mich gebissen“, sagte der Feuerwehrchef, als er sich mit dick bandagierter rechter Hand im eigenen Kommandowagen zum Warntag auf den Kleinen Planken chauffieren lassen musste. Er war kurz vorher von Handchirurg Dr. Dr. Wolfgang Klein operiert worden. Die Katze habe apathisch im Garten gelegen, erzählte Leschinski. Als er das geschwächte Tier in die Transportbox heben wollte, habe es plötzlich zugebissen. Mit den spitzen Zähnchen direkt durch den dicken Schutzhandschuh in den Zeigefinger der rechten Hand. Mit letzter Kraft hatte sich die Katze wohl aufgebäumt und dann zugeschnappt.

Operation wird notwendig

Mit der obligatorischen Spritze gegen Wundstarrkrampf war die Sache aber noch nicht erledigt. Der Finger schwoll immer mehr an. Die Wunde ging zwar zu, aber der Vereiterungsprozess war nicht mehr aufzuhalten. Zwei Wochen nach dem Dienstunfall war so noch ein chirurgischer Eingriff nötig. Die Katze wurde vom Tierarzt versorgt und im Tierheim Heidelberg wieder aufgepäppelt.

Und im Kommandanten-Zeigefinger dürfte das Pochen jetzt nachlassen. Bleibt zu hoffen, dass Leschinski bald wieder kräftig zupacken kann. Die Zeitung wünscht ihm gute Besserung. vw

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