Schwetzingen

Glück gehabt Verwarnung bleibt aus / Seither nur langsam

Blitzschnell unterwegs

Archivartikel

Ich habe da eine Geschichte zum Schmunzeln: Es war 2008 und ich fuhr mit dem Auto von einem Tag der offenen Tür an der Hochschule aus Breda, Niederlande (wo ich dann auch studiert habe) zurück – über die Autobahn A 3. Den Führerschein hatte ich grade eineinhalb Jahre, spricht noch in der Probezeit. Wer die A3 kennt: irgendwann kommt man an Deutschlands wohl bekanntester Blitzerstelle (Elzer Berg, 100 erlaubt!) vorbei und ich wunderte mich, wieso auf einmal alle Autos zu langsam wurden und im Schneckentempo fuhren.

Ich machte mir nichts draus, bretterte mit 140 Sachen unter den Brücken durch, um nur unmittelbar danach voller Schreck über den roten Blitz in die Eisen zu steigen. Mein erstes Blitzerfoto, in der Probezeit, mit knapp 40 Stundenkilometern zu viel – oje. Sag tschüss zum Führerschein, dachte ich. Die nächsten Wochen zu Hause öffnete ich täglich voller Furcht den Briefkasten aus Angst vor dem bösen Brief und meinem bevorstehenden Schicksal auf das Auto verzichten zu müssen. Ich hatte riesiges Glück – der Brief lässt bis heute auf sich warten. Ihr könnt euch sicher sein: Das ist mir nie wieder passiert und jedes Mal, wenn ich diese Stelle passiere, schleiche auch ich wie eine Schnecke unter den Brücken durch. Bild: Foto Thome/Staudt

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