Schwetzingen

Schlossgärtnerei Verkauf von Sommerblumen / Bei Anzucht kommt es auf richtige Temperatur an

Blütenpracht bewundern und mitnehmen

Das Schloss Schwetzingen feiert eine blühende Premiere: Erstmals können die Besucher die prächtigen Sommerpflanzen, die im Kreisparterre des Schlossgartens zu bewundern sind, kaufen und mit nach Hause nehmen. Das Besondere daran: Die Pflanzen stammen alle aus eigener Produktion – sie wurden von den Schlossgärtnern herangezogen. Verkauft werden Nelken, Zinnien, Salbei und viele mehr, solange der Vorrat reicht.

In den vergangenen Wochen waren die Schwetzinger Schlossgärtner besonders aktiv. Schließlich galt es, die dekorativen Beete im berühmten barocken Kreisparterre für den Sommer vorzubereiten. Nun wachsen auf insgesamt 1760 Quadratmetern etwa 20 000 Pflanzen, herangezogen in der betriebseigenen Gärtnerei im Schlossgarten. An dieser blühenden Pracht können sich die Besucher aber nicht nur im Schlosspark erfreuen. Ab Donnerstag, 24. Mai, können sie die sommerlichen Schlosspflanzen auch mit nach Hause nehmen. Denn erstmals werden die eigens von den Gärtnern herangezogenen Sommerblumen an der Schlosskasse verkauft.

Von Salbei bis zur Nelke

Im Schloss-Shop angeboten werden die Pflanzen, die für die berühmte Farbenpracht der Rabatten verantwortlich sind, etwa rote und dreifarbige Fuchsschwänze, rote, weiße und gelbe Löwenmäulchen oder rote und rot-weiße Nelken. Ein Augenschmaus sind auch der blaue, rote und rosa Salbei, die Spinnenblumen, Kokardenblumen, Vanillepflanzen oder der Kugelamarant. Auch Männertreu, Wunderblumen, Sonnenhut, Studentenblumen und Zinnien könnten bald das Eigenheim schmücken. Verkauft werden die blühenden Schätze für 3,90 Euro pro Pflanze während der Öffnungszeiten der Schlosskasse.

Pro Sorte brachten sie bis zu 1200 Samen aus. Die Aussaat erfolgte, je nach Keimdauer, im Zeitraum von Ende Februar bis Ende März. Bis zur Keimung wurden die Saatkisten mit Pikiererde bei 20 Grad aufgestellt und von Hand gegossen. Sobald die Pflanzen die ersten Blattpaare entwickelt hatten, musste das Pflanzengut vereinzelt werden. Dazu nahmen die Schlossgärtner mit Pikiererde befüllte sogenannte Polypacks, Topfkästen mit je 15 Töpfen pro Einheit. Die fertigen Polypacks wurden bei 18 Grad aufgestellt.

Triebe kürzen

Während ihrer Wachstumsphase mussten die Pflanzen mehrmals gedüngt werden. Bei Bedarf kürzten die Schlossgärtner auch Triebe ein, um dadurch einen kompakteren Wuchs der Blumen zu erreichen. Mitte Mai eines jeden Jahres, nach den „Eisheiligen“, sind dann alle Pflanzen ausgewachsen und können ihre blühende Pracht entfalten – im Schwetzinger Schlossgarten oder bei den Besuchern zu Hause. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional