Schwetzingen

Kurfürstlicher Weihnachtsmarkt Partnerstädte zu Gast / Freunde aus Karlshuld von der Atmosphäre angetan / Franzosen mit erweitertem Produktsortiment vor Ort

„Bonjour“, „Ciao“, „Helló“ und „Servus“!

„Das ist ja hier wie in St. Pauli“, kommentiert Marie Viroux mit einem Augenzwinkern den roten Scheinwerfer unter dem Zeltdach. Die erste Beigeordnete von Lunéville, der französischen Partnerstadt Schwetzingens, begrüßt mit Wangenküsschen bekannte Gesichter – und das sind am Donnerstagabend etliche.

Logisch: Wenn die Partnerstädte den kurfürstlichen Weihnachtsmarkt bereichern, kommen viele langjährige Weggefährten und Freunde, um „Bonjour“, „Ciao“ und „Helló“ zu sagen. Diesmal heißt es auch „Servus“, denn neben den Franzosen, Italienern und Ungarn sind auch die Bayern aus Schrobenhausen und Karlshuld-Neuschwetzingen mit von der Partie. Der dritte Bürgermeister von Karlshuld, Klaus Scherm, steht mit im Zelt der Feuerwehr und bereitet mit der Fritteuse frische Kartoffelchips zu. Die werden neben den Reibedatschi mit Apfelmus und dem Lausbiggl-Bier zum echten Renner. Doch nicht nur deshalb ist Klaus Schwemm hin und weg: „Ein toller Weihnachtsmarkt“, lobt er die Atmosphäre, denn Karlshuld selbst kann keinen Weihnachtsmarkt mehr ausrichten, weil zur Adventszeit im Kreis keine Termine mehr frei sind.

Lob für italienischen Rotwein

Die Begeisterung teilen nicht nur die Freunde Schwetzingens und viele Standbetreiber, sondern auch Gäste wie Andreas aus Mannheim. „Ich finde den Weihnachtsmarkt hier sehr schön“, sagt er und verkostet Rotwein, den ihm Fabrizio Gentili am Stand der Spoletiner anbietet. „Ein sehr guter Tropfen“, befindet der Mannheimer den Montefalco Sagrantino DOCG. Schinken, Salami, Olivenöle, Trüffel und Trauben in Schokolade finden guten Absatz.

Gegenüber bietet Pápa die deftigen Langosch und süßen Baumkuchen an, hier stehen Besucher schon um 17 Uhr Schlange. Während auf die Bühne die Minigardetänzer der Schwetzinger Carneval-Gesellschaft (SCG) mit ihrem Auftritt die Gäste verzücken und Moderator sowie SCG-Präsident Peter Lemke schon mal auf die Fasnacht einstimmt („Am 3. Februar ist unsere Prunksitzung im Lutherhaus.“), werden im Schrobenhausener Zelt eifrig Griebenschmalzbrote geschmiert. Neben beispielsweise klarer Zwetschge und Erdbeerlikör gehört die deftige Kost hier zu den Spezialitäten.

Zurück ins rote Licht zu den Lunévillern: Das Zelt der Franzosen ist dicht umlagert. Es gibt nicht nur den beliebten Champagner, den Munsterkäse und den Mirabellenschnaps. „Neu dabei haben wir Mirabellenkonfitüre, Coq au Vin im Glas und Rosé-Wein“, zeigt Marie Viroux entsprechende Produkte. Und schon verteilt sie wieder Wangenküsse.

Info: Mehr Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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