Schwetzingen

Grüne Theresia Bauer und Dr. Andre Baumann begutachten Trasse für Radschnellweg nach Heidelberg

Brücke über B 535 gefordert

Mit dem Rad genauso schnell in Heidelberg wie mit dem Auto – dafür soll es den Radschnellweg geben. Landeswissenschaftsministerin Theresia Bauer aus Heidelberg und Dr. Andre Baumann aus Schwetzingen (beide Grüne) sind nun mit Grünen- Gemeinderäten und Verkehrsexperten die Vorzugsvariante des geplanten Schnellwegs mit dem Fahrrad abgefahren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zielkonflikte zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und verkehrsplanerischen Belangen seien dabei diskutiert worden. Bauer und Baumann sind sich einig: „Wir brauchen den Radschnellweg so schnell wie möglich. Wir Grüne werden mithelfen, gute Lösungen für Zielkonflikte finden.“ Am Ende brauche es einen guten Kompromiss.

„Radschnellverbindungen bieten eine attraktive Möglichkeit, längere Strecken sicher und zügig zurückzulegen. Hier sind nur Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs erlaubt. Sie sind kreuzungsfrei und ihr Wegebelag ist für Fahrräder besonders geeignet“, erklärten Bauer und Baumann. „Die Grün geführte Landesregierung hat darum beschlossen, dieses Erfolgsmodell zur Verkehrswegeinfrastruktur des Landes hinzuzufügen.“

Bis 2025 sollen mindestens zehn solcher Radwegverbindungen im Land gebaut sein, davon eine zwischen Mannheim und Heidelberg und eine zwischen Schwetzingen und Heidelberg. Baumann sagte, dass die vom Land finanzierte Machbarkeitsstudie für die Schwetzinger Verbindung ein Potenzial von rund 2900 Radfahrern pro Tag ergeben habe.

Die Grünen-Fahrradgruppe begutachtete „politische Knackpunkte“. Dazu zählt der bevorzugte Verlauf entlang der ehemaligen Bahnstrecke. Der alte Bahndamm sei heute mit einer für den Naturschutz sehr wertvollen und besonders geschützten Feldhecke bewachsen, die zum kurpfälzischen Kulturerbe gehöre. Die Grünen waren sich einig, dass die Hecke nicht zerstört werden dürfe. Baumann erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren durch Straßenbauprojekte wie die B 535 und die Ostumfahrung Plankstadt unzählige Biotope und wertvolle Landschaftselemente verschwunden seien.

Ein weiterer „Knackpunkt“ sei die Kreuzung der historischen Maulbeerallee mit der B 535. Die einfachste und für Radfahrer optimale Überquerung sei eine zusätzliche Radbrücke über die Bundesstraße in Verlängerung der historischen Schlossachse, so die Grünen. Baumann und Bauer versprachen, sich für eine solche Lösung einzusetzen. zg

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