Schwetzingen

GRN-Klinik Rückkehr zur Normalität / Ab Juli starten weitere Veranstaltungen / 20 Prozent der Intensivbetten werden aber freigehalten

Burger optimistisch: Sind auf gutem Weg

Mit gelockerten Regelungen der Landesregierung kehrt ab 1. Juli ein Stück Normalität ein. Auch die Kliniken der GRN-Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH nähern sich dem Regelbetrieb, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Infiziertenzahlen sinken, Patienten werden regulär aufgenommen, auch nicht dringliche, aber dennoch notwendige Operationen durchgeführt und Veranstaltungen nach und nach wieder hochgefahren.

Insgesamt acht Patienten mit Corona-Verdacht liegen am Montag, 29. Juni, in den GRN-Kliniken in Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim auf den Isolierstationen. Bestätigte Fälle gibt es keine. Auf der Intensivstation in Eberbach wird derzeit ein Patient mit Verdacht auf Corona behandelt. Ansonsten gibt es keine Verdachts- oder bestätigten Fälle auf den Intensivstationen der vier Kliniken, heißt es weiter.

„Die Infiziertenzahlen gehen immer weiter zurück, nicht nur in unseren GRN-Kliniken. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis fielen auf 550 000 Einwohner am Montag noch neun bestätigte Corona-Fälle“, begründet Rüdiger Burger, Geschäftsführer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH die Rückkehr in den Regelbetrieb. „Diese Hoffnung weckenden Zahlen und gelockerte Rahmenbedingungen gestatten es uns, nach und nach zur Normalität zurückzukehren, kleinere Veranstaltungen und Kurse zu realisieren und schmerzgeplagten Patienten Operationen im planbaren Bereich zu ermöglichen. Selbstverständlich alles mit der Option, bei einem Anstieg der Corona-Zahlen jederzeit wieder strengere Regeln einzuführen“, erläutert der Geschäftsführer weiter.

Für alle Fälle gerüstet bleiben

So sind planbare Operationen bereits seit Ende April möglich (wir berichteten). Diese als nicht dringlich eingestuften Eingriffe waren aufgrund der Corona-Pandemie von Mitte März an sechs Wochen lang bundesweit an allen Kliniken abgesagt worden. Nur in Notfällen wurden Eingriffe vorgenommen. Zunächst waren Operationen ab Ende April noch im vorsichtig reduzierten Rahmen möglich, um weiterhin ein Drittel der Betten für potenzielle Corona-Intensiv-Patienten vorhalten zu können. Seit Anfang Juni läuft weitestgehend wieder der ganz normale Regelbetrieb. 20 Prozent der Intensivbetten werden weiterhin freigehalten.

Im Bereich der Veranstaltungen gibt es gute Nachrichten für junge Eltern und werdende Mütter und Väter. Kreißsaalführungen sind bereits seit Juni wieder unter Auflagen und mit begrenzter Personenzahl erlaubt, ab Juli dürfen vereinzelt Hebammenkurse stattfinden. Interne Veranstaltungen wie Besprechungen und Fortbildungen finden wieder halbwegs normal statt – allerdings ebenfalls mit Abstandsregeln und vorgeschriebener Mund-Nase-Maske. Größere Veranstaltungen und Vorträge wie die GRN-Reihe „Im Zentrum Gesundheit“ werden aufgrund der großen Teilnehmerzahl noch bis Ende August ausgesetzt. „Die sinkenden Zahlen Corona-Infizierter im Rhein-Neckar-Kreis machen Mut“, findet Burger, der sich über die annähernd einkehrende Normalität freut. Auch wenn „normal“ im Moment weiterhin bedeutet, Abstandsregeln einzuhalten Mund-Nase-Masken zu tragen. „Wir sind auf einem guten Weg“, zeigt sich der GRN-Geschäftsführer optimistisch. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional