Schwetzingen

Im Interview Schwetzingerin macht bei Fernsehformat „Big Brother“ mit / Mitbewohner werden vermutlich größte Herausforderung / Sie will mit ehrlicher Art überzeugen

Cathleen sagt Macho-Männern den Kampf an

Archivartikel

Raus aus der Realität – rein ins „Big Brother“-Haus. Nach 20 Jahren geht das Fernsehformat „Big Brother“ in eine Jubiläumsstaffel. Mit dabei bei den 14 Bewohnern, die am Montagabend eingezogen sind, ist auch die 38-jährige Schwetzingerin Cathleen (wir berichteten online). Cathleen ist ambulante Pflegekraft und Single. Sie stellt sich zusammen mit ihren Mitstreitern der Frage: „Was ist ein Mensch wert?“ Jeweils sieben Bewohner beziehen ein Glas- und ein Blockhaus. Die Zuschauer können den Wert der Bewohner mit der Sat.1-App bestimmen. Im Interview spricht sie über ihre Vorstellungen – und bei welchen Charakteren sie ausflippt.

Warum haben Sie sich bei „Big Brother“ beworben?

Cathleen: Ich wollte schon immer mal in einem „Big Brother“-Haus wohnen. Abenteuer und Action liebe ich sehr. Auch habe ich noch nie so richtig in einer WG gewohnt.

100 Tage unter ständiger Kameraüberwachung: Was werden Sie im Haus wohl am meisten vermissen?

Cathleen: Ich vermisse bestimmt meine Familie, meine Hunde und mein Handy.

Wie stellen Sie sich das Leben unter 24-stündiger Beobachtung vor?

Cathleen: Ich denke, ich werde die Kameras schnell vergessen. Ich muss eben aufpassen, dass ich mich nicht danebenbenehme oder zu nackt präsentiere. Duschen werde ich auch mit Bikini.

Was wird für Sie im Haus die größte Herausforderung sein?

Cathleen: Das werden die Mitbewohner sein. Wir wohnen auf engstem Raum und schlafen in einem Zimmer. Da schnarcht sicher auch einer. Das wird mir schon auf den Geist gehen. Ich brauche auch Süßigkeiten und dann auch noch ohne Fernsehen – das ist schon hart.

Smartphone und Social-Media-Junkie? Wie aktiv sind Sie im Netz? Wie lange halten Sie es ohne aus?

Cathleen: Ich bin bei Social Media jetzt nicht so aktiv. Meine Welt ist eher die reale Welt.

Was wird Ihre Rolle im Haus?

Cathleen: Ich bin so, wie ich bin. Weder Alphatier noch Mitläuferin. Ich bin jemand, der Streit eher schlichtet. Mir ist Gerechtigkeit sehr wichtig, auch in meinem eigenen Leben. Ich denke die anderen werden meine ehrliche und offene Art schätzen. Ich sage stets, was ich denke. Das kommt nicht immer so gut an. Ich weiß, ich müsste öfter erst darüber nachdenken, bevor ich etwas sage.

Was muss passieren, damit Sie richtig ausflippen?

Cathleen: Wenn da so ein Macho-Ego-Typ dabei ist, der nur an sich denkt. Oder wenn Leute dabei sind, die gar nicht aufräumen, schlampig sind und das ganze Haus verdrecken lassen. Ich finde, jeder muss jedem helfen.

Wie wichtig ist es Ihnen, „Big Brother“ zu gewinnen?

Cathleen: Dabeisein ist ja auch schon mal etwas, der Gewinn ist mir nicht so wichtig. Wer hat denn schon mal die Chance, hier dabei zu sein? Sollte ich trotzdem gewinnen, wäre das natürlich genial. Ich hätte auch schon Ideen, was ich mit dem Geld mache: ich würde meiner Mama etwas abgeben. Mein Traum wäre auch, einen schönen Wohnsitz für Rentner zu bauen, damit die es gut haben. zg/nina

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional