Schwetzingen

Spende Sparda-Bank unterstützt Notgemeinschaft mit 3000 Euro / Oberbürgermeister Pöltl will Sonderausschüttung überprüfen

„Da wird mir warm ums Herz“

Archivartikel

Sofort Bargeld, wenn es notwendig ist: Damit hilft die Notgemeinschaft Schwetzingen bedürftigen Bürgern der Stadt. Das hat die Verantwortlichen der Sparda-Bank so beeindruckt, dass sie mit einer Spende von 3000 Euro den Hilfsfonds unterstützen. „Das Projekt hat uns so berührt, weil es eben auch regional ist“, sagt Lina Weisel bei der Übergabe im Rathaus. Gefüllt wird der Spendentopf durch die Loskäufe beim Sparda-Gewinnsparen. Sie selbst ist erst seit einem Jahr Filialleiterin in Schwetzingen und deshalb aufgeregt – „es ist total spannend und mir wird ganz warm ums Herz“.

Daran sind sicher auch die freundlichen Worte von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl schuld. „Besonders in der jetzigen Zeit ist diese Unterstützung sehr wichtig. Unser Schwerpunkt liegt dabei auch auf den Alleinerziehenden, die ja auch in der Corona-Krise viele Herausforderungen bewältigen mussten“, erklärt er. Dabei nannte er unter anderem das Homeschooling, für das Computer oder Tablets fast unverzichtbar waren. In den vergangenen Monaten seien mehrere Spendenbeträge bei der Stadt angekommen, „deshalb haben wir uns überlegt, vielleicht eine Sonderausschüttung zu ermöglichen. Viele Menschen brauchen nun unsere Unterstützung in der schwierigen Zeit. Wir müssen uns nur überlegen, welche Kriterien wir dafür auswählen. Vermutlich wird es dann ähnlich wie bei der jährlichen Weihnachtsausschüttung sein“, sagt Oberbürgermeister Pöltl.

„Es ist nicht nur der materielle Wert, sondern vor allem das Gefühl, nicht vergessen zu sein“, erklärt Pöltl den Sinn der Notgemeinschaft. Dieser Nothilfefonds finanziere sich lediglich aus Spenden von Bürgern und Firmen. Oft helfe den Bedürftigen schon ein kleiner Geldbetrag. „Das Projekt zeigt, dass die Region auch in Notsituationen zusammenhält und als Gemeinschaft funktioniert“, erklärt Weisel und fügt hinzu: „Genauso funktioniert es auch bei uns. Als Genossenschaftsbank können wir nur gemeinsam mit unseren Mitgliedern stark und erfolgreich sein. Mit der Spende wollen wir etwas von diesem Gemeinschaftsgefühl zurückgeben.“

Ein Gewinnsparlos kostet 6 Euro – 4,50 Euro werden davon angespart und 1,50 Euro wandert in das Spielkapital. Davon werden 25 Prozent gespendet, die restlichen 75 Prozent fließen in den Gewinnplan.

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