Schwetzingen

Bellamar Oftersheimer Gemeinderatsfraktion der Grünen reagiert auf Aussagen hiesiger Stadträte

Dankbar sein, statt zu schimpfen

Archivartikel

Schwetzingen/Oftersheim.Die Gemeinderatsfraktion der Grünen in Oftersheim bezieht Stellung zum Artikel „Mit Oftersheim härter verhandeln“ (SZ vom 7. Mai, Seite 9):

„Verwundert muss man sich die Augen reiben, wenn man den Artikel und die darin getätigten Äußerungen von Gemeinderäten der SPD, den Grünen und der FDP aus Schwetzingen liest“, schreibt Patrick Schönenberg seitens der Oftersheimer Grünen. „Als Gemeinderat in Oftersheim muss man sich da schon fragen, warum die Dame und die beiden zitierten Herren anscheinend weder die Vorlage gelesen haben, weder den Vertrag zwischen der Großen Kreisstadt Schwetzingen und der Gemeinde Oftersheim kennen, noch bei den Ausschusssitzungen (auch gemeinsam mit Oftersheim) zugehört haben. Zu einem anderen Schluss kann ich nicht kommen, wenn ich die Aussagen und sogar unterschwelligen Drohungen lese.“

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Bislang war ich davon ausgegangen, dass man respektvoll miteinander umgeht – auch wenn es gerade im Hinblick auf das Bellamar unterschiedliche finanzielle Rahmenbedingungen für beide Partner gibt. Wie bereits im Artikel richtig erwähnt, beträgt der Anteil für die städtebauliche Komponente des Vorhabens, den Schwetzingen alleine trägt, 323 850 Euro. Hierbei muss beachtet werden, dass 215 900 Euro ohnehin Schwetzingen zahlen müsste (2/3-Regelung). Also den Teil, in dem des überwiegend darum geht, die Seite zur Bruchhäuser Straße in Schwetzingen schöner und attraktiver zu gestalten. Warum sollte ein Oftersheimer Bürger für die Verschönerung einer Straße in Schwetzingen aufkommen?“

Weniger Möglichkeiten

„Hinsichtlich der gewählten Ausstattung und der Attraktivität der neuen Sauna übernimmt Oftersheim seinen Anteil. Vertraglich geschuldet sind Renovierungsarbeiten – kein Ausbau oder Umbau – der Sauna. Schon gar nicht eine Erweiterung. Somit ist die Mehrheit des Gemeinderates in Oftersheim den Schwetzingern entgegengekommen, indem wir für den Ausbau zirka 150 000 Euro zahlen. Selbstverständlich wissen wir, dass uns hier die Stadt Schwetzingen mit einem für uns mehrheitsfähigen Vorschlag entgegengekommen ist. Hier benötigt Oftersheim keine versteckten Drohungen seitens der SPD Schwetzingen. Auch zu Wahlkampfzeiten sollte man respektvoll miteinander umgehen. Ferner sollte den drei zitierten Personen klar sein, das die finanziellen Möglichkeiten von Oftersheim weit mehr beschränkt sind als die von Schwetzingen. Darüber hinaus hat Schwetzingen die Möglichkeit, seinen Anteil über viele Jahre abzuschreiben. Oftersheim hat diese Möglichkeit nicht. Unser Anteil von 500 000 Euro wird vermutlich 2020 sofort fällig werden. Dass der Oftersheimer Gemeinderat jüngst einen notwendigen Kredit von zwei Millionen Euro genehmigt hat, wurde wohl ebenfalls übersehen.

Seit über 35 Jahren steht Oftersheim als Partner zu dem Bad und hat in dieser Zeit einen zweistelligen Millionenbetrag für den Erhalt und für den Betrieb des Bades erbracht – dies auch zu Lasten eigener Investitionen. Ich persönlich gehöre nicht zu den Befürwortern dieses Modells, jedoch werden die Äußerungen aus Schwetzingen nicht denen in Oftersheim gerecht, die sich seit Jahren für das Bellamar einsetzen. Nur solange Oftersheim zahlt und sich fügt, ist alles gut. So stelle ich mir keine Partnerschaft vor. Statt über Oftersheim zu schimpfen, sollte man lieber dankbar sein, dass wir zahlen, solange wir noch können.“ zg

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