Schwetzingen

Das E-Bike, ein Dickmacher

Archivartikel

Derzeit fahre ich viel Fahrrad, genauer genommen: Pedelec. Ich nutze das vor allem, um zur Arbeit zu gelangen. Auf dem Rennrad oder Mountainbike wird’s beim Strampeln ohne Unterstützung schon etwas wärmer, um weniger zu schwitzen habe ich mir ein E-Bike geliehen. Dass selbiges jedoch derart für hämische Blicke und Kommentare bei nicht Batterie angetriebenen Radfahrern sorgt, hätte ich nicht erwartet. Gegen das, was ich gestern erlebt habe, sind die Worte eines Kollegen (auch Radler) richtig harmlos – er meinte in Bezug aufs E-Bike: „Ich bin enttäuscht von Ihnen!“ Nun ja.

Was also ist passiert? Ich bin auf dem Radweg zum Büro unterwegs, kommt mir ein Rennradfahrer entgegen, ohne Helm, dafür aber mit kesser Zunge: „Kein Wunder, dass die Weiber immer fetter werden“, lässt er mich beim Passieren wissen. Normalerweise bin ich schlagfertig, hätte ihm gerne hinterhergerufen, dass ich mir eben meinen Megahintern „antrainieren“ und nicht wie die amerikanischen Karda-shian-Modelschwestern mit Eigenfett aufspritzen lassen möchte. Aber so viel Konversation war mir der schätzungsweise Mittfünfziger nicht wert. Dabei hätte ich gerne gewusst, wie er zu seiner Riesenplauze gekommen ist – aufgespritzt oder „antrainiert“?

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