Schwetzingen

Lutherhaus Kirchenmusikdirektor Detlev Helmer bietet besonderes Konzert vor WM-Auftritt der Deutschen an / „Legenden“ erklingen

Das Klavierspiel ist vor dem Fußballspiel

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, sagte einmal der legendäre Bundestrainer Sepp Herberger. Und der hiesige Kirchenmusikdirektor Detlev Helmer sagt: „Das Klavierspiel ist vor dem Fußballspiel!“ – Sozusagen als Pre-Event. Er gibt am Sonntag, 17. Juni, mit der Pianistin Christiane Herrmann aus Berlin ein vierhändiges Klavierkonzert im Lutherhaus. Statt um 18 Uhr wie ursprünglich geplant beginnt das Konzert wegen des ersten Fußball-WM-Spiels der Deutschen schon um 15 Uhr und endet „rechtzeitig“ vor dem Anpfiff um 16.30 Uhr. Dadurch können nicht nur alle großen und kleinen Zuhörer das Konzert erleben, sondern man kommt auch noch rechtzeitig zum Anstoß des Spiels.

Im ersten Teil des Programms erklingen die „Legenden“ von Antonin Dvocák, ein wunderbar melodiöser und harmonisch reicher Zyklus, der zu Unrecht viel zu unbekannt ist. Nach der Pause, in der Getränke gereicht werden, stehen drei Stücke aus der Sammlung „Dolly“, die Gabriel Fauré für die kleine Tochter der befreundeten Sängerin Emma Bardac schrieb, das große „Duo a-moll“ von Franz Schubert (auch als „Lebensstürme“ bekannt ), drei Preludes von George Gershwin und ein feuriger spanischer Tanz von Manuel de Falla auf dem Programm – sozusagen als Einstimmung in den Kampf mit Mexiko.

Renommierte Musikpartnerin

Christiane Herrmann macht seit ihrem sechsten Lebensjahr Musik und wurde bei ihrer Teilnahme an Klavierwettbewerben immer mit ersten Preisen ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und studierte in Berlin Schulmusik mit Hauptfach Klavier an der ehemaligen Hochschule für Musik (heute UdK) und Anglistik an der TU, außerdem absolvierte sie einen Studienaufenthalt in Cambridge. Ihre reiche Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikpartnerin führte sie auch auf Festivals in Deutschland, Frankreich, Österreich und Spanien. Darunter waren auch Auftritte im Rundfunk und Fernsehen. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit arbeitete Christiane Herrmann als Regisseurin, schrieb (Polit-)Revuen und kabarettistische Texte und stand selbst zwei Jahre in Berliner Off-Theatern auf der Bühne. Sie erhielt mehrmals Einladungen zu Theaterfestivals in Frankreich und Spanien. Sie war Fachbereichsleiterin für Musik im Berliner Schuldienst. Zusätzlich arbeitete sie jahrelang bei den Salzburger Festspielen als Konzertdramaturgin und Stimmbildnerin für die „Jungen Freunde der Salzburger Festspiele.“ 2012 studierte sie den Part für den Kinderchor für die Oper „Der Wildschütz“ beim Opernfestival „Jennersdorf“ ein. zg

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