Schwetzingen

Das kratzt an der Ehre

Archivartikel

Jürgen Gruler betrachtet den Ausgang der Wahl im Spargelwahlkreis

In Sachen Direktmandat bleibt der Spargelwahlkreis ganz klar eine schwarze Sache. Und wer in den letzten Wochen auf den Festen zwischen Philippsburg, Bruchsal, Brühl und Schwetzingen unterwegs war, der konnte die Präsenz des Amtsinhabers Olav Gutting deutlich sehen. Wäre schön, wenn die auch in Nichtwahlzeiten anhalten würde. Denn immerhin hat auch er mehr als 10 Prozent der Erststimmen eingebüßt. Allenfalls Hendrik Tzschaschel von der FDP konnte da noch mithalten, war wirklich fleißig unterwegs.

Die großen kontroversen Themen gab es hier im Wahlkreis nicht und man kann davon ausgehen, dass jeder Abgeordnete sich für die Belange seiner Region einsetzt. Dass nicht doch etwas schärfer diskutiert wurde, liegt einen Gutteil auch an der Konkurrenz von Gutting. Das war noch vor vier Jahren mit Daniel Born etwas anders. Der Sozialdemokrat hat bei manch einem Thema von sich reden gemacht, sitzt jetzt im Landtag. Neza Yildirim war auf jeden Fall die sympathischste Kandidatin, blieb aber doch politisch etwas farblos. Sie verlor 5 Prozent der Erststimmen. Ein starkes Auftreten hatte Dr. Danyal Bayaz von den Grünen. Ihm war die Verankerung in der Landespartei anzumerken, wo er ja zu den strategischen Denkern gehört. Allerdings blieb er bei den regionalen Besonderheiten etwas zu schwach auf der Brust.

Werner Zieger hat redlich für die Linken gekämpft, kann aber in einem so gestrickten Wahlkreis nur bedingt punkten. Dieter Amann von der AfD schafft ein Traumergebnis mit über 14 Prozent mit einer einheitlich plakatierten Botschaft: "Holt Euch Euer Land zurück!" Unglaublich!

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