Schwetzingen

Städtepartnerschaft Freiwähler besuchen mit Bürgern die Freunde in Karlshuld/Neuschwetzingen und Schrobenhausen / Herzlichkeit ist Trumpf / „Das passt einfach alles“

Das kulinarische Bayern voll ausgekostet

Archivartikel

„Dicke Fieß, en voller Ranzen und ganz viel g’sehe“, mit diesen einfachen, aber herzlichen Worten antwortete ein Teilnehmer der Bürgerfahrt der Schwetzinger Freien Wähler (SFW) auf die Frage, ob es ihm denn gefallen habe, schreibt Stadtrat Carsten Petzold, der Pressesprecher der SFW, in seinem Bericht über die Reise nach Karlshuld/Neuschwetzingen und Schrobenhausen. Und in der Tat spannten auf der Rückfahrt nach dem Blütenfestzug anlässlich des Rosenfestes in Karlshuld manche Hemden und das ein oder andere Paar Schuhe stand neben den dazugehörigen Füßen. Die Eindrücke der Reise waren überwältigend und so wich das fröhliche, gespannte Geplapper der Hinreise ob der vielen Eindrücke einer zufriedenen Stille auf der Rückreise.

Bei der SFW-Bürgerfahrt in die bayerischen Partnerstädte Schwetzingens, hervorragend von der Vorsitzenden Elfriede Fackel-Kretz-Keller organisiert, saß bei der Hinfahrt bis zur ersten Pause zur Überraschung aller das SFW-Mitglied Sigges Thom, selbst ein „alter Kutscher“, am Steuer und lenkte die Meute sicher bis zum Rastplatz Frankenhöhe. Hier gab es ein Frühstück – Fleischkäseweck von Metzger Heiner Back, selbst Reisemitglied, kredenzt vom Hobbymetzger Toni Völker und dem dazugehörigen Verpflegungsteam. Anschließend ging es in einem Rutsch bis ins Sporthotel Döpfl in Neuburg. Erstaunlich schnell, und so vom Berichterstatter nicht erwartet, wurden die Zimmer bezogen. Vielleicht lag es daran, dass unmittelbar danach das gemeinsame Mittagessen anstand und die Reiseteilnehmer hier ins kulinarische Bayern eintauchen konnten, das der ein oder andere bis zum Abschluss der Reise nicht mehr verlassen würde, zumindest die flüssige Form.

Direkt im Anschluss begann das eigentliche Programm: Zunächst ging es nach Neuschwetzingen. Hier wurden an einem unendlich in die Höhe zu wachsenden Maibaum die Schwetzinger Freiwähler und ihre Gäste von den örtlichen Repräsentanten wie Bürgermeister und Freie Wähler sowie einer großen Anzahl Neuschwetzinger zünftig mit „Musi“ und Getränken begrüßt. Die echte Freude der Neuschwetzinger über den Besuch der Altschwetzinger schien geradezu greifbar und so waren alle in kürzester Zeit keine Neu- oder Altschwetzinger mehr, sondern einfach nur Schwetzinger. Stolz wurde den Besuchern aus der Kurpfalz der Motivwagen der Schützengilde Edelweiß Neuschwetzingen präsentiert, der aus tausenden Rosenköpfchen das Stadtwappen Schwetzingens und auf der Rückseite das von Neuschwetzingen zeigte.

Weiter ging’s zum „Haus im Moos“. Hier wurde die Geschichte der Kultivierung des Donaumooses und die Besiedlung von Carl Theodor bis dato präsentiert. Eine wirklich anschauliche und interessante Darstellung. Trotzdem verdrückte sich der ein oder andere Teilnehmer, aufgrund der herrschenden Schwüle in die angegliederte Museumsgaststätte. Hier erklärte der Wirt dann bei einem weiteren Test des kulinarisch flüssigen Bayerns die Geschichte des Donaumooses in einfachen Worten.

Spargelmuseum findet Gefallen

Im Anschluss ging es weiter in die Lausbiggl-Bräu von Matthias Köstler in Karlshuld. Der schenkte ordentlich aus, während die Gruppe vom dortigen Landrat sowie Bürgermeister und Gemeinderäten der Freien Wähler begrüßt wurde. Orte und Landkreis sind eine Hochburg der Freien Wähler Bayerns, so Carsten Petzold. Auch hier schlug den Gästen eine Herzlichkeit entgegen, die ihresgleichen sucht, oder wie der Bürgermeister der Karlshulder zusammenfasste: „Es passt einfach alles.“

Viel zu früh mussten die Schwetzinger den Lausbiggl-Bräu verlassen, heißt es weiter, wartete doch der bayerische Abend mit Krönung von Rosenkönigin Steffi I. Diese, durch den Gartenverein Karlshuld organisierte Veranstaltung setzte erneut Zeichen für bayerische Gemütlichkeit und fand deutlich Anklang bei den Reiseteilnehmern. Hier stieß auch Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. Rene Pöltl, der privat mit Ehefrau Stefanie Karlshuld besuchte, kurz zur Freiwählergruppe.

Am nächsten Morgen wurden die Schwetzinger im Europäischen Spargelmuseum Schrobenhausen erwartet. Hier folgte eine freundliche, nicht geplante Überraschung. Vor dem Museum wartete der Schrobenhausener Oberbürgermeister zur Begrüßung. Nach der Führung durch das Spargelmuseum war die Meinung der Reiseteilnehmer klar: So was braucht Schwetzingen auch! Die Freiwähler arbeiten daran, sagte Elfriede Fackel- Kretz Keller dazu.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen im herrlichen Bauern-Bräu Schrobenhausen und Test des hauseigenen Biergartens ging es unmittelbar zurück nach Karlshuld zum Höhepunkt der Bürgerreise: dem Blütenfestzug. Dieser wird von den örtlichen Vereinen gestaltet und findet nur alle vier Jahre statt. Außer herrlich mit Rosenköpfchen gestalteten Motivwagen scheint der Festzug eine weitere Eigenart aufzuweisen: Es regnete. Wie zuletzt vor vier Jahren regnete es auch heuer, so dass sich der Start des Umzuges verzögerte. Aber die wunderschönen Motivwagen und die herausgeputzten Fußgruppen und Blaskapellen entschädigten eine Unmenge von Zuschauern am Straßenrand mehr als deutlich für die Warterei.

Im Anschluss an den Umzug sammelte Reiseleiterin Elfriede Fackel-Kretz-Keller, über die kurz das Gerücht ging, sie wäre die neue Rosenkönigin, saß sie doch mit dem Karlshulder Bürgermeister während des Umzugs in der Kutsche, ihre Schäflein wieder ein und ab ging die Post Richtung Heimat. cp

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