Schwetzingen

Das passt wirklich

Archivartikel

Volker Widdrat über den neuen Churfürsten Stefan Rinklef

Seine Durchlaucht hat die Sache gut gemacht. Stefan Rinklef, neuer Churfürst Carl Theodor der Schwetzinger Carneval-Gesellschaft, war am Schluss des traditionellen Herrenfrühstücks „stolz und glücklich“, es geschafft zu haben.

Er sei schon recht aufgeregt und ziemlich nervös gewesen, musste der 54-Jährige nach dem Empfang für die noblen Herren zugeben. Beim anschließenden Buffet löste sich die Anspannung. Sein Vorgänger habe eben große Fußstapfen hinterlassen. „Es bedeutet schon was, als vierter Churfürst in der Tradition von Dr. Dr. Wolfgang Klein, Fritz Gieser und Dr. Heribert Schnare zu stehen“, meinte er. Rinklef, geboren in Hockenheim und aufgewachsen in Schwetzingen, ist in der Kurpfälzer Fasnacht kein Unbekannter. Ab 1979 Standartenträger bei der SCG, ab 1983 in der Feuerio-Garde, bis 1994 Tanzpaar in Mannheim und Schwetzingen, ab 2005 Prinzen-Adjutant, in 2006 Mannheimer Stadtprinz „Stefan II. vom Haus der Energie“ und seit über zehn Jahren mit dem Stimmungstrio „Drei Prinzen“ unterwegs. Das ist schon ein beeindruckender karnevalistischer Lebenslauf.

Trotzdem ist die Figur des Carl Theodor eine ganz andere Hausnummer. Er hoffe, dass er sich seines Amtes würdig erweisen könne, sagte er bei der Begrüßung der Herrenrunde. Das hat er bereits mit Bravour geschafft. Sein Dank galt der SCG für das in ihn gesetzte Vertrauen und seiner „lieben Gemahlin“ Katharina Anna Gündner, dass sie mit ihm „den Wechsel gewagt“ habe. Viele Worte wollte er nicht machen, eine lange Rede sparte er sich. Das war schlau von ihm, denn lieber erst mal die Untertanen beobachten, in der nächsten Kampagne gibt es mit Sicherheit noch genug zu kritisieren.

Neue Ideen hat Rinklef schon eingebracht. Der von ihm aufgelegte Carl-Theodor-Taler ist eine Auszeichnung, die es so noch nicht gab. Und der nummerierte Kurfürstenorden, den er nach Gutdünken vergeben kann, zeugt von Humor des neuen Herrschers. Opernsängerin Katharina Anna Gündner hatte viel Lob übrig für ihren neuen Gatten. Sie freue sich, dass Rinklef so „unprätentiös“ zu Gange gewesen sei. Er habe viel Spaß mit seiner Rolle und stehe mit Elan hinter der Figur des Carl Theodor. Das passt wirklich mit dem Kurpfälzer – möge Stefan Rinklef noch lange regieren!

 
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