Schwetzingen

Gesundheit Prof. Bernd Waldecker hält Vortrag in der GRN-Klinik

Das schwache Herz kommt schleichend

"Herzschwäche" macht sich meist als mangelnde körperliche Belastbarkeit bemerkbar: Betroffene kommen beispielsweise schneller als früher außer Atem. "Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und bleiben daher zunächst unbemerkt. Viele sehen in ihnen auch unausweichliche Alterserscheinungen und unternehmen nichts", sagt Professor Dr. Bernd Waldecker, Chefarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin der GRN-Klinik. "Dabei ist die Herzschwäche meist gut behandelbar."

Bei einem öffentlichen Vortrag am morgigen Dienstag innerhalb der bundesweiten Herzwochen wird er frühe Anzeichen, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten der Herzschwäche erklären. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Cafeteria der Klinik, Bodelschwinghstraße 10, und dauert rund 45 Minuten. Danach haben die Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit Professor Waldecker ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Vortragsabend findet in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung und der örtlichen Selbsthilfegruppe Koronare Herzerkrankungen (Vorsitzende: Sigrid Jäger) statt.

Kardiologen aufsuchen

Von einer chronischen Herzschwäche - medizinisch: Herzinsuffizienz - sind in Deutschland laut Expertenschätzungen zwei bis drei Millionen Menschen betroffen. Im fortgeschrittenen Stadium sind Betroffene kaum noch belastbar und in ihrem Alltag massiv eingeschränkt.

Das Problem: Bei einer sehr typischen Begleiterscheinung der Herzschwäche - Luftnot - denken viele Betroffene zunächst nicht ans Herz, sondern eher an mangelnde Kondition oder Lungenprobleme.

"Hält dieser Zustand an, sollten Sie sich aber unbedingt frühzeitig bei einem Kardiologen vorstellen", rät Prof. Waldecker. "Mit Hilfe von Blutwerten, dem EKG und verschiedenen modernen Bildgebungsverfahren können wir die Herzschwäche sehr gut von anderen Ursachen der Luftnot abgrenzen."

Früherkennung - schnelle Hilfe

Die Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen, vor allem verengter Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit), langjährigen Bluthochdrucks, Rhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen oder undichter Herzklappen.

Unabhängig davon gelingt es häufig - neben der Behandlung der verursachenden Erkrankung - das geschwächte Herz zu unterstützen und die Beschwerden zurückzudrängen. "Je früher eine gezielte Behandlung einsetzt, desto größer sind die Chancen, einen lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit zu verhindern", betont der Kardiologe in einer Pressemitteilung der GRN-Klinik. zg

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