Schwetzingen

Das Warten auf den Kreis

Archivartikel

Jürgen Gruler wundert sich über solch gravierende Unterschiede

Wundern darf man sich ja – diesmal über den Rhein-Neckar-Kreis. Dort wurde per; E-Mail angekündigt, dass man über die Homepage den Eingang der Schnellmeldungen der einzelnen Gemeinden zur Kreistagswahl mitverfolgen kann und dem Kreis in dieser Sache auch ganz modern per Twitter folgen könne.

Gesagt getan: Am Montag folgte ich per Twitter und aktualisierte stündlich die Homepage auf meinem Computer. Aber außer fünf Ortsergebnissen eher kleinerer Gemeinden wie Neulußheim, Heddesheim und Spechbach tat sich hier nichts. Auf Nachfrage bei den zuständigen Mitarbeitern im Landratsamt bekam ich dann auch die Auskunft, dass man mit der Bekanntgabe von Namen gewählter Vertreter für den Kreistag wohl erst am Mittwoch rechnen könne. Schließlich müsse ja alles erst berechnet werden.

Bloß gut, dass wir uns nicht auf den Ergebnisdienst des Kreises verlassen haben und uns die Ergebnisse unserer Städte und Gemeinden selbst haben schicken lassen. Am Montag um; 16 Uhr hatten wir so alles zusammen, berichteten aktuell auf unserer Internetseite und konnten in der Dienstagsausgabe über die Stimmenverhältnisse und die jeweils am stärksten gewählten Kandidaten schreiben. Und am Dienstag haben wir per Computerprogramm dann mal selbst gerechnet, wer wahrscheinlich die Mandate bekommt und welche Personen der einzelnen Listen diese dann wohl innehaben werden.

Ob’s auch besser geht? Wohl schon, da hilft nämlich der Blick auf den Nachbarkreis Karlsruhe, der ja auch nicht gerade klein ist. Dort wurde nach jeder Eingabe ein Zwischenstand des Gesamtergebnisses per Laufband eingeblendet. Und um 18.59 Uhr war das schon sehr exakt, denn 24 von 32 Wahlbezirken lagen vor. Und um 23.32 Uhr – wohlgemerkt am Montag, nicht am Mittwoch – lag das vorläufige amtliche Endergebnis vor. Mit den genauen Sitzzahlen und inklusive aller Ausgleichsmandate und sämtlicher gewählten Personen. Guter Service für die Bürger, die Presse und natürlich die Kandidaten, die ja schon ziemlich gespannt drauf sind, ob sie Kreisräte werden oder nicht. In Heidelberg ist da jedenfalls noch Luft nach oben.

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