Schwetzingen

Förderung Seit 2016 gibt es für Tageseltern pro Kind 1,50 Euro Zuschuss pro Stunde / Qualifizierungskosten werden übernommen

Das zahlt und bezuschusst die Stadt

Die Kinderbetreuung und die Förderung der Familien habe in Schwetzingen einen hohen Stellenwert, betont Oberbürgermeister Dr. René Pöltl immer wieder. In den zurückliegenden Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, um das Betreuungsangebot im Kindergartenbereich kontinuierlich dem örtlichen Bedarf anzupassen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch im kommenden Jahr sollen die Anzahl der Betreuungsplätze - gerade im Krippenbereich - nochmals erhöht werden.

Für viele berufstätige Mütter und Väter ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine große Herausforderung. Der Arbeitsmarkt erfordert von den Beschäftigten ein hohes Maß an Flexibilität und Mobilität. Daraus ergeben sich neue Strukturen und Formen des Zusammenlebens in der Familie und der Organisation des Familienalltags. Gerade deshalb bedarf es nicht nur einer ausreichenden Anzahl an Betreuungsplätzen, sondern auch einem ausreichenden Angebot an individuellen Betreuungszeiten, so die Stadt. Insbesondere die Tagespflege stellt für viele berufstätige Familien, aber auch für alleinerziehende Elternteile, eine optimale Ergänzung in der Kinderbetreuung dar, da das Betreuungskonzept sehr auf die Bedürfnisse der Eltern eingeht und deren verschiedenste Arbeitszeitmodelle berücksichtigt.

Um auch diesem individuellen Bedarf gerecht zu werden, fördert die Stadt seit September 2016 Kindertagespflege. Tagesmütter/-väter erhalten für jedes betreute Schwetzinger Kind unter drei Jahren 1,50 Euro pro Betreuungsstunde und die Stadt übernimmt die Qualifizierungskosten. Die Kindertagespflege ist als ein Angebot der Jugendhilfe etabliert und hat wie die Kindertageseinrichtung die Aufgabe der Erziehung, Bildung und Betreuung und ist somit als ein gleichwertiges Betreuungsangebot zu betrachten. Die individuellen Belange der Kinder und Eltern stehen dabei im Vordergrund.

Tagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt. Oft betreut diese gleichzeitig Tageskinder und ihre eigenen Kinder. So entsteht eine familienähnliche Betreuungssituation.

Kompetenzen der Kinder fördern

Wer als Kindertagespflegeperson tätig werden möchte, sollte die Fähigkeit haben, auf die individuellen Bedürfnisse der ihr anvertrauten Kinder einzugehen, die Begabungen und Interessen der Kinder entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstandes zu fördern. Geeignet sind Personen, die sich durch ihre Persönlichkeit, Sachkompetenz und Kooperationsbereitschaft mit den Erziehungsberechtigten und dem Jugendamt auszeichnen sowie über kindgerechte Räumlichkeiten verfügen.

Von einer Tagespflegeperson dürfen nicht mehr als fünf Kinder gleichzeitig betreut werden. Die Tagespflegeperson benötigt eine Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII. Die grundsätzliche Erlaubnis zur Kindertagespflege erteilt das Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises. zg

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