Schwetzingen

Wollfabrik Tribute-Band „Century’s Crime“ spielt Supertramp-Titel originalgetreu / Streifzug durch verschiedene Alben der legendären Band

Der Auftritt von Roger Hodgson klingt noch nach

Archivartikel

Die Tribute-Band „Century’s Crime“ begeisterte auch bei ihrem zweiten Auftritt in der Wollfabrik in Schwetzingen mit perfektem Supertramp-Feeling. Gegenüber der Premiere im Dezember vergangenen Jahres war dieses Mal etwas anders: Sänger und Keyboarder Willem Beuß durfte den verhinderten Pianisten Thomas Burlefinger vertreten und machte dabei einen tollen Job.

Viel Applaus gab es auch wieder für Pino (Gesang, Gitarre, Piano), Schlagzeuger Wolf Hail und Bassist Jürgen Kochler. Heiko Sahl (Saxofon, Klarinette, Mundharmonika) war zwar etwas erkältet, das merkte man aber bei dem furiosen Live-Konzert mit originalgetreuen Supertramp-Songs kaum.

Sound perfekt ausgesteuert

Das Publikum ging vom ersten Ton an mit. Die Fans des „Crime of the Century“-Albums von 1974 kamen an diesem Abend so richtig vom Vorweihnachtsstress runter. Die Hits „Take the long way home“ und „The logical song“ gingen zum Auftakt über die perfekt ausgesteuerte Soundanlage. Da klang der Auftritt von Supertramp-Legende Roger Hodgson beim Open-Air-Festival Musik im Park im August dieses Jahres noch nach.

Handy-Kameras werden gezückt

Die sogenannte klassische Phase der 1969 gegründeten britischen Band hat bis Anfang der 1980er Jahre viele unvergessene Songs hervorgebracht. „Hide in your shell“ gehört ebenso dazu wie „Dreamer“ und natürlich „School“. „Sister Moonshine“ war schon bei den ersten Tönen zu erkennen. Die tollen Saxofon-Soli, das intensive Piano-Spiel und die unverwechselbaren Stimmen ließen die einzigartige Schaffensperiode von Supertramp wiederaufleben. Mit „Give a little bit“ von 1977, einst von dem 19-jährigen Roger Hodgson geschrieben, ging es in der nicht so gut besuchten Wollfabrik in die Pause.

Das Lied „Lady“ wurde auch von Supertramp selbst nicht so oft gespielt. Die Ballade „My kind of Lady“ anschließend war ein Paradestück für Heiko Sahl und sein Saxofon. Das bombastische „Fool’s Overture“ vom Album „Even in the quietest moments“ (1977), fast elf Minuten lang, wurde ebenso bejubelt wie das unvergessene „Goodbye stranger“. Längst gingen in der „wunderschönen Location“ (Drummer Wolf Hail) die Handy-Kameras nach oben. Bei „It’s raining again“ wurde kräftig mitgesungen und getanzt.

Wiederkehr – aber gern!

Der letzte Song vor der Zugabe führte zum „Breakfast in America“. Der bekannte Titel stammt vom sechsten Studioalbum der Supergruppe. „Crime of the century“ erschien im September 1974 und verschaffte Supertramp den Durchbruch. Mit dem wunderschönen Stück wurden die Fans in die Weihnachtszeit entlassen.

Die Tribute-Spezialisten von „Century’s Crime“ versprachen, mit dem unverkennbaren Supertramp-Sound wieder einmal in die Spargelstadt zu kommen. vw

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