Schwetzingen

Der frühe Vogel joggt

Der Wecker klingelt normalerweise um 6.55 Uhr. Dann starte ich gemütlich in den Tag. Ich koche Tee, dusche und lese zuerst die Zeitung und dann noch ein bisschen in einem Buch am Esstisch, bis mich mein Wecker an die Abfahrt zur Arbeit erinnert.

Heute war alles anders. Ich probiere gerne Neues aus und kam so auf die Idee, meinen Morgen aktiver zu gestalten. Da ich nach der Arbeit häufig keine Lust auf Sport habe, wollte ich es morgens versuchen. Sechs Kilometer joggen. Also weckt mich heute eine leise Melodie um 5.30 Uhr. Die ersten Schritte kosten Überwindung, der Wind bläst kühl ins Gesicht und es nieselt ein wenig. Nach etwa fünf Minuten ist all das vergessen: Ich bin wach und Schritt für Schritt lösen sich die Gedanken in meinem Kopf in Luft auf. Es wird langsam hell, ich höre die Vögel in den Bäumen singen, Enten watscheln vor mir auf dem Weg und ein Eichhörnchen klettert auf eine Baumkrone. Selten habe ich die Natur so früh und menschenleer gesehen.

Könnte ich das als Routine halten, wäre ich zufrieden. Einige erfolgreiche Menschen gehen aber sogar noch weiter – sie nehmen sich morgens eine Stunde Zeit, nur für sich. Der Begriff „Miracle Morning“ wurde von Hal Elrod in seinem gleichnamigen Buch geprägt. Laut Elrod ist ein harmonischer Morgen die Grundlage für einen erfolgreichen Tag. Dankbar sein, meditieren, bewegen, lesen, Ziele setzen und Tagebuch schreiben gehören dabei zum täglichen Programm. Mit zwei von sechs Punkten bin ich also schon nah dran, an einem wundervollen Morgen. Und die Dankbarkeit kann ich direkt in meiner Routine integrieren – denn diese Stunde hat mich einfach glücklich gemacht.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional