Schwetzingen

Regionale Produkte Von der Lewwerworscht über den Dschin bis hin zum Bier von hier reicht das Angebot / Shirts, Taschen und moderne Kappen sollen identitätsstiftend wirken

Der „Kurpälzer“ stärkt die Region und macht Spaß

Archivartikel

Ist es Ihnen auch schon mal so ergangen, dass Sie zu einem Geburtstag keinen schnöden Geschenkkorb mit Supermarktprodukten oder einen einfallslosen Gutschein mitbringen wollten? Oder dass Sie zu Freunden gefahren sind und was aus der Heimat als Gastgeschenk im Gepäck haben möchten? Für Sie und für die zahlreichen Touristen, die durch Schwetzingen falnieren, hat die Schwetzinger Zeitung jetzt zusammen mit der Mannheimer Werbeagentur XMedias und mit zehn regionalen Erzeugern eine tolle Kultmarke entwickelt und nach gut einem Jahr aus gut im Markt etabliert.

Unter dem Label "Kurpälzer" gibt es Worscht und Senf, Sekt und Dschin, Spargelschnaps und Kirschblütenlikör, Aperitif-Essig und Gewürze, eine Kurpälzer Handdasch mit leckerem Kurpfälzer Bier und tolle T-Shirts, Kappen und Umhängetaschen, mit denen Sie zeigen können, dass Sie die Heimat lieben und echte Kurpälzer sind. Auch Ansichtskarten und Aufkleber fürs Auto sind verfügbar.

Die Produkte gibt’s bei unserer Zeitung direkt am Schlossplatz in Schwetzingen zu kaufen und eine kleine Auswahl auch im MM-Kundenforum bei Thalia in Mannheim. Wir haben mit Geschäftsführer Jürgen Gruler über das neue Projekt gesprochen.

Wer kam auf die Idee für die neue Marke „Kurpälzer“?

Jürgen Gruler: Eigentlich war unser Arbeitstitel Kurpfalz-Shop. Nur muss man sich ja heutzutage absichern, um nicht plötzlich einen Prozess am Hals zu haben. Und dabei haben wir entdeckt, dass die Marke Kurpfalz für Lebensmittel durch eine große Discounterkette geschützt wurde, obwohl sie gar keine Produkte unter diesem Titel anbietet.

Darf man sowas?

Gruler: Eigentlich handelt es sich ja um eine Gebietsbezeichnung, die nicht geschützt werden kann. Wir haben einen Löschungsantrag gestellt, aber das kann dauern. Deshalb haben wir darüber nachgedacht, wie wir die Kurpfalz trotzdem auf den Tisch und in den Kleiderschrank der Menschen bringen können. Und da kommt uns unsere wunderbare Mundart zugute. Denn hier sagt eh jeder „Kurpälzer“ statt „Kurpfälzer“– und das ist auch gut so. Damit können wir dann nochmals unterstreichen, dass alle, die unsere Shirts, Kappen oder Taschen tragen, echte Kurpälzer sind. Und da Kurpälzer schon immer weltoffene Menschen sind, erlauben wir es sogar den Zugereisten, so aufzutreten. Deshalb haben wir unter das moderne Logo auch noch „m/w/d“ drucken lassen, was ja soviel heißt wie männlich, weiblich, divers. Aber Scherz beiseite, unsere konzerneigene Werbeagentur XMedias hat da ganze Arbeit geleistet und wer genau hinschaut, wird auch den Kurpfälzer Löwen als Logo auf einigen Sachen entdecken.

Was gibt’s denn außer Shirts, Taschen und Kappen noch so alles zu kaufen?

Gruler: Besonders stolz sind wir auf die Lebensmittel, die eigens für uns produziert wurden. Die kommen alle aus unserer schönen Kurpfalz und sichern somit hier Arbeitsplätze und stehen auch im Zeichen der Nachhaltigkeit. Schade nur, dass dies bei den Textilien zum Start noch nicht möglich war, aber wir sind auch da in Gesprächen.

Sicher gibt’s was zu essen und zu trinken?

Gruler: Klar, denn dafür steht die Kurpfalz im besonderen Maße! Der Ketscher Metzgermeister Thomas Alt hat uns nach alten Familienrezepten eine echte Kurpälzer Lewwerworscht hergestellt und in schicke Dosen gefüllt. Und als Zugabe gibt’s noch seine mehrfach prämierte Fleeschworscht in Dosen. Die Schwetzinger Brennerei Spirituosen Futterer hat eigens einen Dschin (Gin) und einen Spargelschnaps kreiert, den es in verschiedenen Größen gibt. Dazu ist nun auch ein Kirschlikör mit feiner Marzipannote auf dem Markt. Natürlich mit einer Spargelspitze in der Flasche. Von der Heidelberger Senfmühle, die ihre Mühlsteine in Kirchheim am Bahnhof mahlen lässt, gibt es einen wunderbaren scharfen Senf, aber auch für die Grillzeit eine leckere Honig-Senf-Salatsoße und die Bembel BBQ Soß zum Marinieren und verfeinern des Grillfleisches. Natürlich mit Honig und Äppelwoi von der nahen Bergstraße. Wunderbare Würzmischungen hat ein Hersteller aus Mannheim für uns zusammengestellt. Und dann ist uns noch etwas ganz besonderes gelungen: Georg-Heinrich Wiedemann vom berühmten Doktorenhof in Venningen hat uns einen wunderbaren Aperitifessig gemacht. Er ist nach Liselotte von der Palz benannt und ein kleines Schlückchen öffnet jedem Kurpälzer den Magen für ein üppiges Menü und das Herz für eine lustige Konversation.

Und was hat es mit der „Kurpälzer Handdasch“ auf sich?

Gruler: Auch das ist eine echte Schwetzinger Sache. Die Braumanufaktur Welde hat ja mit großem Erfolg das Kurpfalz Bräu wiederbelebt. Und jetzt ganz neu gibt es neben dem Kurpfalz Helles drei weitere Sorten: ein Ur-Weizen, ein Radler und ein Kellerbier. Die vier leckeren Sorten packen wir in einen Karton, den uns die Schwetzinger Firma Kartonveredelung Knapp entworfen und hergestellt hat und verkaufen das als Kurpälzer Handdasch. Ein super Geschenk – und übrigens kann die Handdasch auch anderweitig als Geschenkverpackung für unsere anderen Produkte genutzt werden.

Soll das Angebot noch erweitert werden?

Gruler: Wir haben auch schon einen schicken Kaffeebecher in Produktion und führen weitere Gespräche mit Herstellern. Natürlich wollen wir erstmal schauen, ob die Marke funktioniert und wie die Produkte so ankommen. Aber wir sind natürlich total offen für weitere regionale Produzenten aus der Region und freuen uns über Vorschläge (gerne per E-Mail an juergen.gruler@schwetzinger-zeitung.de). Da kann man sich noch sehr viel vorstellen.

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