Schwetzingen

Der Weg ist das Ziel

Janina Hardung wünscht sich mehr Austausch

Da landet ein Zettel im Briefkasten, in dem zwei Felder zum Ankreuzen möglich sind. Ja oder nein. Die Bewohner aus der Hölderlinstraße sind überrascht. Da lesen sie von einer „neuen Form der Jugendbeteiligung“, die über ihre Straße entscheiden will. Klar, dass die erste Reaktion da eher skeptisch ist.

Die Stadt hat allerdings nichts falsch gemacht. Sie hört den Jugendlichen zu und nimmt sie ernst. Zuerst geprüft, ob die Umwandlung in eine Einbahnstraße möglich ist – und da das grüne Licht leuchtet, lässt sie jetzt die Anwohner zu Wort kommen.

Die Jugendlichen müssen sich auf ihrem Schulweg sicher fühlen. Ob diese Regelung der richtige (oder gar einzige) Weg ist, darüber lässt sich auf jeden Fall diskutieren – und das sollten die Beteiligten auch. Unsere Leserin Cornelia Hertlein hat beispielsweise die Scheffelstraße ins Spiel gebracht. Dort gibt es Fahrradwege für die Schüler und keine ein- oder ausparkenden Autos, die sie gefährden. Auch die Fahrt über den Rewe-Parkplatz sollte gut überlegt sein. Denn wenn die Hölderlinstraße tatsächlich zur Einbahnstraße würde – und kaum ein Schüler fährt hindurch – dann könnten die Bewohner sich zurecht ärgern. Also: Alle wichtigen Meinungen anhören, Lösungen suchen – und erst dann entscheiden.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional