Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Gegenbesuch in Rovato sorgt für spannende Einblicke in den Alltag / Austausch für die Zukunft vereinbart

Deutsch-italienische Zusammenarbeit

„Alle Menschen werden Brüder“, mit dieser Einleitung zu den Klängen von „Joyful Joyful“ nach Beethovens 9. Sinfonie beendete das Istituto di Istruzione Superiore Lorenzo Gigli in Rovato das offizielle Besuchsprogramm für die Lehrerabordnung der Ehrhart-Schott-Schule. Schulleiterin Prof. Dr. Monica Gozzini-Turelli trug diese Strophe selbst auf Deutsch vor, prima unterstützt von der Schülerband. Sie untermauerte damit den Kern ihrer Mission, mit der sie vor vier Jahren ihr Amt angetreten hatte.

„Erasmus+“ ist ein europaweites Schüler- und Lehreraustauschprogramm, bei welchem sich 2017 Studienrat Christopher Beier aus Schwetzingen und ein Team aus Rovato bei einer Fortbildung in Helsinki kennenlernten. Schnell war klar, dass diese beiden beruflichen Schulen zusammenkommen müssen. Nach einem ersten Besuch von Prof. Turelli mit einer Gruppe von fünf weiteren Kollegen im Mai 2018 (SZ berichtete), machte sich nun eine siebenköpfige Gruppe aus Schwetzingen auf, um an den unterrichtsfreien Tagen zwischen dem 3. und 6. Oktober den Schulalltag in Rovato – ganz in der Nähe von Mailand zu erkunden.

Unterricht kennengelernt

In dem straff zusammengestellten Programm unter Federführung von Prof. Dr. Roberto Sandrini wurde es den Schwetzinger Kollegen ermöglicht, an vielfältigen Unterrichtsstunden teilzunehmen. So fand man sich donnerstags in Elektronik- und Mechatroniklabors, in CNC-Räumen und in der mechanischen Werkstatt wieder, wo verschiedene Klassen in technischen Inhalten unterwiesen wurden.

Der Freitag bot die Gelegenheit, sich mit dem umfangreichen Inklusionsprogramm der Schule, den Physik- und Chemieräumen, dem Sprachlabor und dem IT-Labor, in dem verschiedene Ardoino-Projekte vorgestellt wurden, und mit einer Mathestunde zu befassen.

Auch für ein kulturelles aber vor allem kulinarisches Rahmenprogramm war bestens gesorgt. Ein Höhepunkt war beispielsweise der Besuch auf der Monte Isola im Lago de Iseo, die der Künstler Cristo vor zwei Jahren mit seinen berühmten Floating Piers mit dem Festland verbunden hatte.

Die langfristige Schulpartnerschaft wurde schließlich von Abteilungsleiterin Gabriele Reineck aus Schwetzingen und Prof. Turelli beschlossen. Im November wird die italienische Schule eine Schülergruppe nebst Lehrern nach Schwetzingen entsenden. Ein schöner Beitrag, auch in Zukunft das Haus Europa durch die Jugendlichen auf ein solides Fundament zu stellen. zg

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