Schwetzingen

Mozartfest Amaryllis und Schumann Quartett spielen Streichquartettfestival von Wolfgang Amadeus

Die Besten der Kammermusik

Zwei empathische Streichquartette, die aus der internationalen Szene nicht wegzudenken sind und mit zahlreichen Preisen überhäuft werden, bestreiten das finale Mozartfest-Wochenende: Das Schumann Quartett wurde ganz aktuell mit dem Opus Klassik für die Kammermusik-Einspielung „Intermezzo“ ausgezeichnet.

Sozusagen ein Festival im Festival steht auf dem Programm. Das Amaryllis Quartett und das Schumann Quartett haben sich auf das außergewöhnliche Projekt eines Mozart-Streichquartettfestivals eingelassen. In Mozarts reichem kammermusikalischen Schaffen bilden die Werke für Streichquartett einen bemerkenswerten Sonderfall. Das Streichquartett, damals eine noch keineswegs etablierte, sondern völlig neue Gattung, beschäftigte Mozart von allen Kammermusikformen am intensivsten: Er schrieb insgesamt 23 Quartette.

Dabei fiel ihm die Arbeit für diese Besetzung nicht leicht. Er selbst sprach 1785 von der „lunga, e laboriosa fatica“, der „langen und beschwerlichen Anstrengung“. In seinem Werk zeigt sich daher auch eine ungewöhnliche Schaffenspause: Nach intensiver Beschäftigung mit der Gattung ab 1770 schrieb Mozart zwischen September 1773 und Dezember 1782 kein einziges Streichquartett mehr, um danach, in den neun ihm noch vergönnten Lebensjahren, zehn großartige Quartette zu schaffen, die bis heute Höhepunkte der Gattungsgeschichte bilden.

In drei aufeinanderfolgenden Konzerten am Samstag, 12. Oktober, um 19 Uhr und am Sonntag, 13. Oktober, um 11 und 17 Uhr bietet sich die seltene Gelegenheit, diese Meisterwerke chronologisch als geschlossenen Zyklus zu erleben. Die Aufteilung der Quartette erfolgt nicht konzertweise, sondern quartettweise, sodass in einem Konzert beide Ensembles zu hören sind. Dieses anspruchsvolle Konzertformat mit Musikern voller Ausstrahlungskraft verspricht ein wahres Fest! zg

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