Schwetzingen

Die neuen „ersten Male“

Gert Häusler über die Freude an Wiedersehen nach dem Lockdown

Wir befinden uns gerade in der Zeit des „zum ersten Mal wieder“. Nach Corona-bedingten Zwangspausen und Einschränkungen in Ämtern, Büchereien, Cafés, Firmen, Kirchen, Restaurants, Theatern und Sportvereinen kommt mit jedem Tag das Gemeinschaftsleben etwas mehr zurück. Auch wenn man bei sich selbst vom vielbeklagten Lockdown-Blues vielleicht nicht so viel verspürte, weil durch vielerlei Interessen und Halten sozialer Kontakte das ganz große Mangelempfinden ausblieb, ist diese neue-alte Zeit wohltuend. Und so sammeln viele jetzt wieder die „ersten Male“.

Wenn man beim Stadtbummel mit den geöffneten Geschäften zwischendurch im Lieblingscafé einen Espresso trinkt, beim lange vermissten Wirt wieder der Tagesempfehlung folgt und in kleineren Gruppen Theater und Musikaufführungen genießen oder sich in Familien- und Freundesrunden treffen kann, tut das der Seele gut. Zu solchen Wohlfühlplätzen gehören auch die Sportvereine und Fitnessstudios. So war auch der erste Wiederbesuch im „Medifit“ nicht nur sportlich ein Erlebnis. Weil das Training zum gewohnten Tag und gleicher Stunde aufgenommen wurde, war ein Großteil der vertrauten Gesichter ebenfalls da. Die Freude über das Wiedersehen war greifbar und alle haben sich fest vorgenommen, dass „aus dem ersten Mal wieder“ ein großes „regelmäßig“ wird.

Bleibt nur zu hoffen, dass nicht durch unsinniges Verhalten einiger Ignoranten irgendwann Einschränkungen erfolgen und es dann ein Warten auf ein erneutes „erstes Mal“ geben muss.

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