Schwetzingen

Schlüsselübergabe Kinderkrippe Zwergenschlösschen kann zweites Gebäude beziehen / Platz für 29 Drei- bis Sechsjährige

„Die Räumlichkeiten strahlen so eine Wärme aus“

Archivartikel

„Die Vorfreude bei den Eltern, bei den Erzieherinnen und den Kindern ist riesengroß.“ Pamela Staudt ist das Strahlen trotz Maske anzusehen. Gerade hat die Chefin der Kinderkrippe Zwergenschlösschen von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl den Schlüssel für das nun fertig sanierte Gebäude in der Moltkestraße 19 bekommen, wo bald 29 neue „Zwerge“ einziehen können.

Damit kann Pamela Staudt ihr Angebot mehr als verdoppeln, denn bisher werden im Nachbargebäude 20 Kinder im Alter bis drei Jahren betreut. Durch die Erweiterung kann jetzt gewährleistet werden, dass die Mädchen und Jungen bis zum Grundschulalter in der seit der Eröffnung vor acht Jahren sehr gefragten und beliebten Einrichtung bleiben können. Fast eine halbe Million Euro hat die Stadt laut OB Pöltl in die Sanierung des Hauses gesteckt – zusätzlich zum Kaufpreis. Aber für die Kinderbetreuung sei dies eine lohnenswerte Investition.

„Wir hatten großes Glück, dass wir das Gebäude erwerben konnten“, betonte der Oberbürgermeister. Denn die Lage – direkt neben der bestehenden Krippe – sei optimal. Und dass jetzt Kinder ins Haus einziehen, sei ganz sicher im Sinne der verstorbenen Vorbesitzerin, die die Kleinen geliebt habe.

In Corona-Zeiten war es nur ein kleiner Kreis, der die Schlüsselübergabe begleitete. „Wir hätten das gerne mit viel Leben gemacht“, bedauert Pöltl, dass die Kinder als Hauptpersonen nicht dabei sein konnten. Aber schon Ende November – wenn die Möbel aufgestellt sind und alles vorbereitet ist – werden die kleinen Nutzer einziehen und sich bestimmt in den hellen, gemütlichen Räumen wohlfühlen. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, staunte der OB, was gleichzeitig ein großes Lob an sein Bauamt war. Denn es hatte die gesamte Sanierungsmaßnahme komplett in Eigenregie erledigt. Amtsleiter Joachim Aurisch und Projektleiterin Karin Eichhorn freuten sich über die Anerkennung, aber noch mehr über den gelungenen Umbau – genauso wie der für die Kindergärten zuständige Kultur- und Sportamtsleiter Roland Strieker.

Schließlich war es eine Herkulesaufgabe, denn es ist ja keine normale Sanierung gewesen. So musste alles am Bedarf einer Kinderbetreuungseinrichtung ausgerichtet werden – und an den Vorschriften. Dazu gehört die Schaffung eines zweiten Rettungswegs, was mittels einer stattlichen Außentreppe im Gartenbereich gelöst wurde. Dort besteht demnächst eine Verbindungstür zum Nachbargebäude – besonders fürs Personal eine Erleichterung.

Viele Angebote für die Kleinen

Pamela Staudt ist glücklich über das neue Haus und freut sich ganz besonders auf dessen Flair: „Die Räumlichkeiten strahlen so eine Wärme aus, das ist für die pädagogische Arbeit sehr wertvoll.“ Auf zwei Stockwerken werden die Kinder bald alle Räume in Beschlag nehmen. Es gibt Platz für musikalische Angebote, für Bewegung und auch ein Schlaf- und Ruhezimmer ist eingerichtet. In der Küche wird dann gebacken und gekocht – auch das, was im kleinen Garten angebaut wird. „Die Kinder sollen Gesundheitsbewusstsein mitbekommen“, sagt Pamela Staudt. Auch darauf ist die Vorfreude groß.

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