Schwetzingen

Die Sache mit den Gebühren

Archivartikel

Was hat Sperrmüll mit Rundfunkgebühren zu tun? Nichts? Von wegen.

Bei der Renovierung meiner Wohnung hatte ich jede Menge Sperrmüll, Türblätter, Türrahmen, Regale und weitere Holzteile zur Entsorgung für die AVR. Habe also bei der AVR angerufen, um die Sachen anzumelden. Die Dame gab mir zu verstehen, dass das nicht möglich sei, da ich in der Wohnung nicht wohne – wieso auch, sie war ja zu diesem Zeitpunkt noch eine totale Baustelle. Ich könne nur für eine Wohnung Sperrmüll anmelden, in der ich wohne. Ich gab ihr zu verstehen, dass ich auch für die leerstehende Wohnung Müllgebühren bezahle. Ja, aber das zähle nicht.

Also bin ich auf das Einwohnermeldeamt und habe mich für diese Wohnung angemeldet, in die ich in den nächsten Monate sowieso einziehen werde. Gesagt, getan – jetzt bekam ich also einen Sperrmülltermin, aber erst in sieben Wochen. Jedoch, oh Wunder, bekam ich umgehend Post von der Rundfunkgebührenzentrale, ich solle für diese Wohnung laut Gesetz ab sofort Gebühren entrichten. Das lehnte ich ab, da ich zu diesem Zeitpunkt noch mindestens vier Monate von einem Einzug entfernt bin. Ich wurde jedoch wiederholt angemahnt und sah mich gezwungen, mich wieder in meine alte Wohnung umzumelden. Endlich Ruhe! Den Sperrmüll konnte ich entsorgen ohne Rundfunkgebühren zu bezahlen. Toll!

Nach diesem Erlebnis und einem Bericht in der Schwetzinger Zeitung über wilde Sperrmüll- beziehungsweise Müllentsorgungen muss ich mich nicht mehr wundern. Dennoch ist es eine Riesensauerei, seinen Müll wild in der Natur zu entsorgen!

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