Schwetzingen

Theater am Puls Schimper-Schüler präsentieren „Momo“

Die Zeiträuber bleiben am Ende doch auf der Strecke

Die Bühne des Theaters am Puls ist in eisblaues Licht getaucht. Die grauen Herren, ständig auf der Suche nach Zeitverschwendung, nehmen sich die Blätter der Stundenblumen, um durch deren Rauch zu überleben. Sie tragen weiße Masken, kalte Dunstwolken steigen auf. Im Halbkreis stehen die Schüler Adriano Montalbano, Lisa Mateescu, Lucas Safranek, Laura Bleiler, Maxine Berger, Eyüüb Bozkurt, Elisa Riemer, Soraya Albas und Aleena Kirkland und gestalten ihre Szene.

Fast jeder kennt es, Michael Endes Märchen „Momo“ vom vagabundierenden Mädchen, das über sich sagt, sie sei hundert Jahre alt. Momo führt mit ihren Freunden ein glückliches Leben, das erfüllt ist von fantasievollen Spielen und Geschichten, von Freundschaft, Mitgefühl und der großen Kunst des Zuhörens. Das geht gut, bis die grauen Herren auftauchen und allen mit ihren leeren Versprechen die Zeit rauben. Das Leben wird hektisch, trost- und lieblos.

Die Geschichte haben die Kinder des Wahlkurses „Theater“ auf ihren eigenen Alltag übertragen und viele Texte dazu selbst geschrieben. Gemeinsam stellten sie fest: „Wir wollen mehr Zeit miteinander verbringen und zusammen spielen – es betrifft uns alle.“ Am Ende siegt Momo über die grauen Herren und so richten die Kinder auch die Frage an das Publikum: „Was würden Sie machen, wenn Sie mehr Zeit hätten?“

Die elf Kinder der Klassenstufe 5 und 6, die bei „Momo“ mitwirkten, standen zum ersten Mal vor Publikum auf einer Bühne. Dabei agierten sie auch noch in verschiedenen Rollen und verwandeln sich zum Beispiel blitzschnell vom arglosen Straßenkehrer Beppo in einen gruseligen grauen Herrn mit weißer Maske. „Das haben alle großartig gemeistert“, waren sich die Besucher einig.

Die Karl-Friedrich-Schimper-Gemeinschaftsschule bedankte sich natürlich beim Theater am Puls, vor allem bei Joerg Mohr und Sebastian Schwarz für die Unterstützung. zg

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