Schwetzingen

Diese Fläche wird für die geplante Radbrücke benötigt

Die Stadt plant die Anbindung des ehemaligen Pfaudler-Areals mit der Innenstadt durch eine Fuß- und Radfahrbrücke über die Bahnanlage (wir berichteten mehrfach). Ein für die Entwicklung des Gebiets strategisch wichtig liegendes Grundstück auf der östlichen Seite der Gleise befindet noch sich im Eigentum der DB Netz AG. Aber nicht mehr lange, denn Schwetzingen wird diese etwa 4650 Quadratmeter große Fläche kaufen.

„Wir haben Glück, dass wir an das Grundstück rankommen“, kommentierte Oberbürgermeister Dr. René Pöltl in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn es werde unbedingt für die Umsetzung des Projekts Radbrücke benötigt. Der Gesamtpreis der Fläche beträgt 700 000 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 150,55 Euro entspricht. Zuzüglich der Grundstücks- und Grunderwerbskosten ergibt sich eine Summe von 735 000 Euro.

Der Gemeinderat stimmte zwar mit großer Mehrheit dafür, aber Haydar Sahin (Aktive Bürger) hätte lieber die Ergebnisse der bereits in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie abgewartet. Außerdem erschien ihm die Ausgabe zu teuer. „In Zeiten geringerer Steuereinnahmen 735 000 Euro für einen Grundstückskauf aufwenden, der zurzeit noch keinen Sinn ergibt“, hinterfragte er sich und stimmte dagegen.

OB Pöltl entgegnete, dass die Rendite in zehn Jahren kommen werde, wenn dann viele Menschen auf dem Pfaudler-Gelände wohnen werden. Professor Josef Walch (Bündnis 90/Die Grünen) wies auf die hohe Population von Tieren in diesem Bereich hin und erinnerte an die Schaffung von Ausgleichsflächen. ali

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