Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Arbeit mit neuester Hochtechnologieausstattung / Ermittlung von 3-D-CAD-Daten von komplexen Körper

Dieser Messarm kann scannen

Archivartikel

Zur neuesten Hochtechnologieausstattung an der Ehrhart-Schott-Schule gehört seit einiger Zeit ein sogenannter taktiler Koordinatengelenk-Messarm. Dieser Messarm ermöglicht präzises Vermessen von gefertigten Bauteilen und somit eine flexible und umfangreiche Möglichkeit der Qualitätssicherung im Produktionsbereich, heißt es in einer Mitteilung der Schule.

Bauteile werden hierbei mit einer Spitze berührt und dabei wird ein Messpunkt aufgenommen. Eine ebene Fläche zum Beispiel wird demnach durch wenigstens drei Punkte definiert. Sensoren in sämtlichen Gelenken des Messarms erkennen die Position der Spitze und sind somit in der Lage Geometrieelemente wie Ebenen, Winkel, Flächen und Bohrungen aufzunehmen und diese exakt zu vermessen. Die Auswertung findet am Rechner in einer 3-D-Umgebung statt. Hierzu wird gerade eine Laborübung für das Fach Qualitätsmanagement an der Fachschule für Technik (Technikerschule) entwickelt.

Mittels einer Hardware-Erweiterung ist sogar das berührungslose Scannen komplexer Körper zur Generierung von 3-D-CAD-Daten möglich. Die Geometrie des untersuchten Bauteils wird hierbei mittels Laserstrahl abgetastet. Die durch die Aufnahme von Messpunkten erstellten Daten werden zu sogenannten Flächenmodellen umgewandelt und können so beispielsweise für Neukonstruktionen an vorhandenen Module verwendet werden. Insbesondere im Bereich der Oldtimerrestaurierung im Zusatzqualifizierungsbereich der Kfz-Berufsschule kann diese Technik gute Dienste leisten.

Modellauto als Hilfsmittel

Erste Studien an dem Gerät wurden bereits am Technischen Gymnasium durchgeführt. Innerhalb seiner GFS (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) im Fach Technik untersuchte etwa Leon Bruderuhs, der kurz vor der Abiturprüfung steht, wie die Flächenmodelle in der CAD-Software „SolidWorks“ generiert und weiterverarbeitet werden können. Hierzu benötigte der 18-Jährige eine Schnittstelle, die die Datenverarbeitung zwischen der 3-D-Umgebung des Scanners und der CAD-Software „SolidWorks“ ermöglichte. Als Bauteil verwendete er ein einfaches Modellauto. Der Rhein-Neckar-Kreis als Schulträger der Ehrhart-Schott-Schule ist stets darauf bedacht, dass die Ausstattung „seiner“ Schulen auf dem neusten Stand gehalten werden,heißt es weiter in der Pressemitteilung der Schule. Und: Die Expertise der dort unterrichtenden Lehrkräfte, die auf aktuellen Industriestandards basiert, ist hierbei ausschlaggebend für die Weiterentwicklung. zg

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