Schwetzingen

Corona-Krise Busunternehmer Dietmar Mayer freut sich über den von der Landesregierung beschlossenen Rettungsschirm

„Egal wie viel, das hilft uns weiter“

Plankstadt.Dietmar Mayer erfuhr die frohe Botschaft von unserer Zeitung: Gerade hatte die grün-schwarze Regierung beschlossen, dass die krisengebeutelten Reisebusunternehmen im Land einen Corona-Rettungsschirm in Höhe von 40 Millionen Euro erhalten sollen. „Sehr gut, das ist mal eine gute Nachricht“, freute sich der Juniorchef von Stefan Mayer Reisen.

Es soll laut Mitteilung von Verkehrsminister Winfried Herrmann („Damit helfen wir den Busunternehmen der Reisebusbranche im Land, deren Einnahmen durch die Corona-Krise vollständig weggebrochen sind“) ein einmaliger Zuschuss pro Reisebus in Höhe von bis zu 18 750 Euro gewährt werden.

Kosten eine Zeit lang gedeckt

„Und wenn es nur ein Teil ist, egal wie viel, ist besser als nichts, das hilft uns weiter“, sagt Mayer und ergänzt: „Dann sind wenigstens die Kosten für zwei, drei Monate gedeckt.“ Schließlich laufen die Zahlungen für die Finanzierung der Reisebusse weiter, obwohl die Firma seit Mitte März keinen einzigen Auftrag mehr hatte (wir berichteten mehrfach). „Man muss mal sehen, was so ein Bus im Monat kostet.“

Bei aller spontanen Freude über den Beschluss ist Dietmar Mayer eher verhalten optimistisch. Denn schließlich habe Bundesverkehrsminister Scheuer den Reisebusunternehmen schon Mitte April Unterstützung zugesagt – gekommen sei bisher nichts. „Deshalb glaube ich es erst, wenn es auf dem Konto ist.“ Seinen Steuerberater hat er sofort informiert: „Der soll denen mal Druck machen.“ Denn Grundvoraussetzung für die zusätzliche Landesförderung sei ein weiterhin bestehendes Liquiditätsproblem des jeweiligen Unternehmens, das unter anderem durch ein Testat des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers bestätigt werden müsse. Um eine möglichst kurzfristige Umsetzung und Auszahlung der Zuschüsse zu ermöglichen, soll die Abwicklung (Antragsprüfung, Bewilligung und Auszahlung) der Stabilisierungshilfe Corona für Unternehmen im Bereich der Bustouristik durch die L-Bank realisiert werden.

Ihre Busse muss die Familie Mayer erst noch einmal in der Garage lassen. „Die erste Fahrt ist am 9. Juli und dann erst wieder im August“, weiß er auswendig. Und dass das Geschäft im Spätjahr wieder anziehen könnte, daran glaubt Dietmar Mayer noch nicht. Deshalb kommt die Zuwendung des Landes gerade richtig.

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