Schwetzingen

Porträt Der zehnjährige Pianist Daniel Stang beeindruckt als jüngster Teilnehmer des Meisterkurses

Ein Ausnahmeschüler unter Begabten

Unter den vielen Talenten des Klavierstudios Tatjana Worm-Sawosskaja für begabte Kinder und Jugendliche ist Daniel Stang wiederum ein Ausnahmeschüler. Davon sind nicht nur die Eltern und die Klavierpädagogin Worm-Sawosskaja überzeugt, es kommt auch von Seiten der Hochschule für Musik Karlsruhe eine überaus positive Resonanz zurück.

Als jüngster Teilnehmer des Meisterkurses in Ellwangen bei Professor Sontraud Speidel hatte der Zehnjährige einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Er ist es gewöhnt, viel zu üben, und setzt alles gleich um. Auch bei der zehnten Wiederholung spielt er mit Liebe und hat Spaß dran“, so Speidel über den jungen Klavierspieler. Das langfristige Ziel, als Vorstudent die überaus schwierige Aufnahmeprüfung zu bestehen, ist damit wieder ein Stück näher gerückt. Herausforderungen ist Daniel längst gewöhnt: Bei elf Wettbewerben hat er neunmal den ersten Preis geholt, darunter zuletzt bei „Jugend musiziert“ mit der bestmöglichen Wertung von 25 Punkten.

Jetzt wartet der nächste Schritt

Nächstes Ziel ist die Teilnahme an Meisterkursen bei den renommierten Pianisten Leonel Morales und Fabio Witkowski und dem damit verbundenen Wettbewerb in Granada, Spanien. Für diesen Anlass hat Daniel ein anspruchsvolles Programm vorbereitet, das aufgrund technischer und klanglicher Finessen für so manchem Profi eine Herausforderung wäre. Die wunderschöne Nocturne cis-Moll von F. Chopin soll die Tür zur zweiten Runde öffnen. Mit einer Invention von J. S. Bach will Daniel sein Verständnis für polyphones Spiel unter Beweis stellen. Weiter geht es mit der allseits beliebten „Sonata facile“ von Mozart und als Glanzstück wird die Jugendetüde Nr. 4 von F. Liszt Jury und Publikum überzeugen.

Ein solches Programm zu bewältigen ist nicht nur dem unverkennbaren Talent des jungen Pianisten zu schulden, sondern auch der außergewöhnlichen Ausbildung, die im Klavierstudio Worm-Sawosskaja geboten wird. Der wöchentliche obligatorische Theorieunterricht bietet die Basis, um das Gespielte besser zu begreifen, und fördert das selbstständige Lernen statt dem stupiden Nachspielen. Im Klavierunterricht, auf den jedes Kind zweimal die Woche Anspruch hat, zeigen ausgebildete Pianisten ihre Tricks und feilen gemeinsam mit dem Schüler an den Stücken. „Sehr guten, qualifizierten Unterricht“ bescheinigt auch Prof. Speidel und der führt auf bestem Weg zum Vorstudium, bei älteren Schülern auch direkt zur erfolgreichen Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule.

Die Mutter ist ganz stolz auf ihren „Dani“ und erinnert sich wie alles angefangen hat, als er zum Unterricht seiner Schwester mitgekommen war – „mit Kuscheldecke und Schnulli“. Bleibt zu wünschen, dass der lebenslustige Junge seinen Spaß und die Liebe zur Musik behält und, so oft es möglich ist, mit uns teilt.

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