Schwetzingen

Museum Blau Vier Abende mit Sonderführungen

Ein Blick auf blaue Wunderdinge

Das Museum Blau startet am morgigen Mittwoch, 8. Mai, um 19 Uhr mit einem weiterführenden Programm, das allen Freunden der Farbe Blau an vier Abenden tiefere Einblicke in den Kosmos dieser Farbe eröffnen soll. Direktor Dr. Dietmar Schuth wird etwa eine blaue Stunde lang durch die Sammlung führen.

Der erste Abend steht unter dem Motto „Blaue Wunderdinge“. Woher stammt der Begriff des blauen Wunders, vor dem sich die Menschen fürchten? Vielleicht steckt das alte Färbehandwerk dahinter. Über Jahrhunderte hinweg lieferte allein der pflanzliche Indigo einen licht- und waschechten Farbstoff für Textilien. Das Blau gelang aber nur – auf wundersame Weise – nach einem komplizierten chemischen Färbevorgang, den die Menschen nicht verstanden und als Teufelswerk begriffen.

Geheimnisvolle Schönheit

Ein anderer, nicht minder wundersamer Prozess, war das Blaufärben von Glas und Keramik. Dazu nutzte man seit Jahrtausenden die Salze des Kobalts, dessen Name sich von den Kobolden ableitet, die das Metall angeblich verhext haben sollen. Erst bei über 1000 Grad Celsius verwandelten sich die rötlich, blassen Kobaltsalze in ein intensiv strahlendes Dunkelblau, das uns heute noch überall in seiner geheimnisvollen Schönheit begegnet. zg

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