Schwetzingen

Alte Wollfabrik Vanessa Henning bringt mit „It’s all Pink“ wild, gefühlvoll und originalgetreu die Hits der Rockröhre auf die Bühne

Ein Energiebündel – viele Outfits

Gesanglich ein absolutes Energiebündel und auch optisch steht sie dem Original in nichts nach. Vanessa Henning von „It’s all Pink“ performte am Samstagabend sexy, leidenschaftlich und wild – der blonde Kurzhaarschnitt, rockige Tattoos, die frechen Posen auf der Bühne und mehrere Outfits, die der Linie „Leder und Netzstrümpfe“ treu blieben.

Wenn Vanessa zwischendurch hinter der Bühne verschwand, wusste man: Gleich gibt’s ein neues Outfit! Der einzige Farbklecks blieb meist der pinkfarbene Lippenstift. Es war, als würde Rockgöre Pink in der Alten Wollfabrik auftreten. Diese verirrt sich bei ihrer „Beautiful Trauma“-Tour jedoch nur in die großen Stadien Deutschlands.

Jüngster Fan ist Lina (8)

Ist aber nicht schade drum, Vanessa kann’s auch, das stellt sie bei jedem Auftritt in der Spargelstadt unter Beweis. Und hier ist sie auch ganz besonders gerne: „Es ist toll, wieder in Schwetzingen zu sein“, ruft sie zu Beginn in die Menge. „Die Wollfabrik ist eine der schönsten Locations!“ Trotz der Energie, die in jedem ihrer Lieder mitschwingt, findet die Band auch Zeit für die Zuschauer. Der wohl jüngste Fan im Raum, die achtjährige Lina, meint: „Das ist mein erstes Konzert!“ Vanessa freut sich: „Du singst auch alles mit, direkt vor der Bühne. Ein Traum!“

Wie könnte man nicht mitsingen – „It’s all Pink“ haben schließlich die komplette Bandbreite von Pinks größten Hits im Gepäck. Mit „Get the Party started“ eröffnen sie passend den Abend, von „U and Ur Hand“ über „Who knew“ bis hin zu „Sober“ zeigen sie auf beeindruckende und energetische Weise Pinks frühere Hits. „Just a Pill“ und „Beautiful Trauma“ markieren die Pink der Neuzeit, letzterer Titel ist auch der Name von Pinks aktueller Tour. „Ich habe kein Ticket bekommen“, bedauert Vanessa. „Sie kann absolut mit Pink mithalten“, zieht Melanie Habicht aus Hockenheim eine Bilanz zur Pause. „Ich sehe sie zum ersten Mal und kann nur sagen: Top!“

Wie auch das Original überrascht „It’s all Pink“ mit ganz viel Gefühl zwischen all dem wilden Pop-Rock. Das Intro von Pinks autobiografischem Song „Family Portrait“, der von Pinks Erfahrungen als Scheidungskind erzählt, wird von Keyboarder Mathias Brede zunächst solo performt, dann kommt nur noch der Gesang dazu – jedoch eine Spur weicher und ruhiger als zuvor. Ein hochgeknöpftes rot-schwarzes Karokleid markiert passend dazu auch Vanessas bravsten Style des Abends.

Der Bassist Rob Lee feierte sein gesangliches Debüt bei „Just give me a Reason“: „Singen und Bass spielen gleichzeitig ist schwer, deshalb hat der Bass gerade etwas gelitten“, sagt er lachend. Auch Dee Dammer (Gitarre) und Fabian Michaelis (Schlagzeug) strahlen diese einzigartige Energie aus, die „It’s all Pink“ ausmacht, und komplettieren das rockige Quintett perfekt.

„Das war ein super Geburtstagsgeschenk“, freuen sich Sabine Krug und Marina Kalies aus Mannheim für ihre Freundin Manuela Steppke. „In diese großartige Atmosphäre kommt man gerne immer wieder!“

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