Schwetzingen

Ein Fahrrad aus Bambus

Markus Liu-Wallenwein Integrationsbeauftragter der Stadt, über das Bauprojekt

Wie kam die Idee zum Bau eines Bambusrades zu Ihnen?

Markus Liu-Wallenwein: Ende 2017 eröffnete die Radwerkstatt für Geflüchtete und Bedürftige in der Luisenstraße 18. In diesem Zusammenhang trat Oswald Wieser mit seiner spannenden Idee an mich heran. Hier gab es im Vorfeld verschiedene Punkte zu klären, weswegen wir nun tatsächlich erst dieses Frühjahr den Bau realisieren werden. Wichtig ist in diesem Kontext, dass das Projekt durch das Ministerium für Soziales und Integration mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt wird.

Was ist bei der Arbeit am wichtigsten?

Liu-Wallenwein: Technisch gesehen Präzision und Sorgfalt: Die Rahmengeometrie muss auf die Körpermasse des Fahrers und die zu transportierende Last hin berechnet werden. Mit Hilfe der Rahmenlehre werden dann die Bambusrohre präzise angeordnet und miteinander verbunden. Die Belastbarkeit des Lastenrades hängt in erster Linie von der sorgfältigen Ausführung der Rahmenverbindungen ab. Am gesamten Projekt ist wichtig, möglichst viele Schwetzinger auf das Klimaschutzprojekt der Stadt hinzuweisen.

Wer kann bei der Aktion mithelfen?

Liu-Wallenwein: Jeder der daran teilnehmen möchte. Alle sind eingeladen, im Jugendzentrum „Go in“ während der Bautermine im März und April vorbeizuschauen. Es haben sich bereits einige Schwetzinger gemeldet, die die Arbeit über das gesamte Projekt hin tragen werden, das Kernteam ist komplett. Einige haben Interesse geäußert, selbst ein Bambuslastenrad bauen zu wollen. Je nachdem, wie die Nachfrage sich in den nächsten Wochen entwickelt, werden wir sicher mit Smart Grass Bicycles zusammen dafür einen Vorschlag machen können. Außerdem gibt es noch Unterstützungsbedarf bei der Endmontage der Komponenten, wenn der Rahmen fertig ist. vas

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional