Schwetzingen

Tradition trifft Moderne Artega widmet sich nach einem Sportwagen nun dem Remake der Isetta

Ein Kultmobil, das elektrisiert

Archivartikel

Die „Knutschkugel“ zieht stets verzückte Blicke auf sich und erntet so manches „Süß“ aufgrund ihres putzigen Äußeren. Von der Classic-Gala in Schwetzingen ist die Isetta (einst BMW) nicht wegzudenken. Nun erobert das Rollermobil der 1950er die Eco-Mobil-Gala. Denn der Kultwagen ist als elektrifiziertes Remake zurückgekehrt: als KARO-Isetta.

Der deutsche Autohersteller Artega aus Delbrück verknüpfte das Fahrzeug in dessen Ur-Design mit umweltfreundlicher Antriebstechnologie. Artega hat sich der eigenen Firmenphilosophie zufolge der intelligenten Mobilität der Zukunft verschrieben. Mit dem Sportwagen Artega GT, von dem 153 Exemplare hergestellt worden sind, fing die Unternehmensgeschichte an. Und die soll nun mit der „elektrisierenden Knutschkugel“ erfolgreich fortgeschrieben werden.

Die bis zu 90 Stundenkilometer schnelle und mit bis zu 240 Kilometern reichweitenstarke KARO-Isetta wurde offiziell gegenüber den Erben des Isetta-Vaters Ermenegildo Preti als Nachfolger der ISO Isetta anerkannt und darf nach einer außergerichtlichen Einigung nun als eigenständiges Produkt hergestellt und vermarktet werden, ist auf der Internetseite von Artega nachzulesen.

Lifestyleorientierter Cityflitzer

Das zweisitzige Leichtelektromobil, das in Deutschland hergestellt wird, gibt es in zwei Ausstattungslinien (Intro und Edition) mit sechs Farben und drei Räderdesigns. Es verfügt über karosserieintegrierte LED-Scheinwerfer, kombinierte LED-Blinker und Tagfahrlichter im Frontbereich sowie LED-Rückleuchten. Die abgerundete Tür ist wie beim Klassiker an der Front, die Typ 2-Ladestecker im Stil des Isetta-Tankdeckels befinden sich vorbildgerecht im Heck. Dort sorgt eine breite, klare Heckscheibe für guten Durchblick, das Dach ist aus Stoff und kann geöffnet werden. Ein echter Cityflitzer im italienischen Chic mit Wow-Effekt und das energieeffizienteste Fahrzeug seiner Klasse, wie es Clifford Sartori, Leiter Marketing und Vertrieb bei Artega, umschreibt.

Das Kultauto zeitgemäß zu interpretieren war seiner Ansicht nach längst überfällig. Im Gegensatz zu vergleichbaren Leichtelektromodellen wie dem Twizy von Renault besticht die KARO-Isetta mit einem Charme, der Autoliebhaber einnimmt. „Es ist ein lifestyleorientiertes L7e-Fahrzeug“, bringt es Sartori auf den Punkt und spricht damit gleichzeitig die kostengünstige Zulassung an. Das „Autochen“ fährt ökologisch betrachtet auf der „grünen Überholspur“. „Um das Lithium für unsere kleinste Batterie zu gewinnen, wird gerade einmal so viel Wasser verwendet wie zur Produktion von 30 Gramm Rindfleisch oder vier Tassen Kaffee. Neben der CO2-neutral gehaltenen Produktion in Delbrück gehört das zum Gesamtkonzept, hinter dem wir stehen und mit dem wir uns sehr wohl fühlen“, wird Klaus Dieter Frers, Artega-Geschäftsführer, zitiert.

Ab 2021 auf den Straßen

Der Basispreis für die KARO-Isetta beträgt 17 995 Euro. Ab Werk ist das Stadtauto mit Stoffverdeck, beheizten Sitzen sowie einem temperaturregulierenden Innenraumgebläse ausgestattet. Hinzu kommen eine an das Bluetooth-Soundsystem angeschlossene Smartphoneintegration, die mit einer passenden App gekoppelt werden kann, die zum Beispiel dann Sprachsteuerung erlaubt.

Bei der Eco-Mobil-Gala nimmt Clifford Sartori Bestellungen entgegen. Die neue „Knutschkugel“ soll 2021 ausgeliefert werden.

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