Schwetzingen

Ein Schild wie aus dem Nichts

Archivartikel

Grundsätzlich ist es ja beunruhigend und geradezu erschreckend, dass so viele Autofahrer ein Verkehrszeichen übersehen oder missachten. Aber offensichtlich sind Gewohnheiten so dominierend, dass sie die Wahrnehmung überlagern. Aber das Vorgehen der Stadt bei dieser Neuregelung war nicht glücklich: Zwar war seit langem bekannt, dass die Einbahnstraße dort kommen wird, aber eben nicht wann. Zack, Schilder aufgestellt, jetzt gelten sie. Keine Information über die Presse oder andere Plattformen. Keine Vorab-Hinweisschilder, die das Inkrafttreten der Regelung ankündigen. Was ist mit denen, die schon drinstanden, als noch kein rotes Verbotsschild hing? Andernorts gibt es auch vorübergehende Zusatzhinweise – etwa „Achtung – neue Verkehrsregelung“ – die den Gewohnheitsfahrern zusätzlich die Augen öffnen.

So war das Chaos vorprogrammiert. Und die im Bericht erwähnten Szenen ereigneten sich am frühen Nachmittag, nicht in der Hauptverkehrszeit. Man darf gespannt sein, wie es am Montag wird, wenn die Ferien zu Ende sind. Klar braucht alles seine Eingewöhnungsphase, dann wird sich zeigen, ob sich diese Neuregelung bewährt. Dem Projekt „Fahrradstraßen“ wäre es zu wünschen. Aber viel Geld würde ich derzeit noch nicht darauf setzen, dass die jetzt umgesetzten Veränderungen ohne Anpassungen oder Optimierungen auskommen werden.

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