Schwetzingen

Verkehr Die Linie 717 ist nach den Kriterien des Landes überlastet / Engpässe weiterhin im Blick

Ein zusätzlicher Bus um 6.40 Uhr

Kreis.Der Rhein-Neckar-Kreis reagiert auf Engpässe im Schülerverkehr und setzt auf stark frequentierten Buslinien zusätzliche Busse ein, das schreibt das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in einer Pressemitteilung. Das soll auch die Linie zwischen Schwetzingen und Hockenheim betreffen. Denn dort komme es zu Überlastung - nach den Kriterien des Landes ist eine Buslinie von Überlastung bedroht, wenn 100 Prozent der Sitzplätze und 40 Prozent der Stehplätze belegt sind.

„Auf der Linie 717 haben sich die Fahrten um 6.25 Uhr und um 6.58 Uhr danach als bedroht herausgestellt“, schreibt Amtsleiterin Silke Hartmann auf Nachfrage unserer Zeitung. Nun fahre ein zusätzlicher Bus um 6.40 Uhr auf der Relation Schwetzigen-Bahnhof über Oftersheim nach Heidelberg, der nun diese beiden Fahrten entlastet. Die genaue Anzahl der Schüler, die die Linie 717 am Tag nutzen können, konnte das Landratsamt zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht nennen, da jeweils nur einzelne Fahrten betrachtet werden.

Land zahlt 80 Prozent der Kosten

Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis habe bereits vor Schulbeginn Engpässe bei den Schülerverkehren im Kreisgebiet zusammen mit den Verkehrsunternehmen ermittelt und auf 22 Fahrten Kapazitätserweiterungen umgesetzt. Das Landratsamt war initiativ geworden und hatte die Verkehrsunternehmen, die Schulen sowie die Schulträger gebeten, Engpässe vor allem im Schulbusverkehr zu identifizieren.

Dies geschah vor dem Hintergrund der Corona-Situation und des neuen Landesförderprogramms für Verstärkerbusse im Schulbusverkehr. Das Land fördert die Verstärkerbusse mit 80 Prozent der Kosten, sofern 100 Prozent der Sitzplätze und 40 Prozent der Stehplätze belegt sind. 20 Prozent kommen aus Mitteln des Rhein-Neckar-Kreises. Das Landesprogramm ist bis zum Ende des Jahres befristet. Es soll dazu dienen, Schüler im neuen Schuljahr auf mehr Busse - Verstärkerbusse - zu verteilen und damit das Risiko einer Corona-Infektion zu verringern.

Ein dynamischer Prozess

Der Kreis wird die Entwicklung der Auslastung der Busse im Schülerverkehr gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen weiter sorgfältig beobachten und diesen dynamischen Prozess im Auge behalten. Auch Schüler können zur Entlastung von voll besetzten Bussen beitragen, indem sie nicht den Bus „auf den letzten Drücker“ nehmen, sondern auch frühere, weniger ausgelastete Fahrten nutzen.

Die Verkehrsunternehmen haben mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Bestimmungen eine Eigenverantwortung. So sind die Busunternehmen angehalten, die Fahrgäste auf das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hinzuweisen. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im ÖPNV und damit auch im Schülerverkehr die Einhaltung der 1,5 Meter-Mindestabstandsregel nicht durchgehend möglich ist. Umso wichtiger ist das konsequente Tragen der Gesichtsmaske an den Haltestellen und in den Bussen. „Somit reduziert die fachgerechte Anwendung einer solchen Maske das Infektionsrisiko bei der Nutzung des ÖPNV substanziell“, heißt es in den Hinweisen des Verkehrsministeriums.

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