Schwetzingen

Befragung 312 von 926 angeschriebenen Bewohnern antworten / Verwaltung stellt Handlungsempfehlungen vor / Demnächst kommt die dritte Parkzone

Einbahnregelung für die Heckerstraße

Mit einem öffentlichen Gemeinderatsbeschluss am 11. Juni 1992 waren in Schwetzingen die Bewohnerparkzonen 1 und 2 eingeführt worden. Demnächst wird es eine dritte Parkzone für Anwohner geben. Der Gemeinderat muss noch zustimmen. Damals kostete die gebührenpflichtige Sonderparkberechtigung für zwei Jahre 40 Mark, nun müssen für die Bewohnerparkausweise 20,40 Euro für zwei Jahre bezahlt werden. Das ist die Mindestgebühr im bundeseinheitlichen Rahmen.

Bürgermeister Matthias Steffan, Ordnungsamtsleiter Pascal Seidel und Matthias Jäkel von der Verkehrsbehörde im Ordnungsamt stellten gestern die Ergebnisse der Fragebogenaktion für die Bewohnerparkzone 3 vor und erläuterten Handlungsempfehlungen, über die der Gemeinderat zu entscheiden haben wird. Einen ersten Bürgertermin zur möglichen Schaffung einer Bewohnerparkzone 3 hatte es bereits im April 2016 gegeben.

Umfassende Befragung

Bei der „umfassenden Befragung“, so Bürgermeister Matthias Steffan, waren im Durchführungszeitraum vom 19. Oktober bis 17. November insgesamt 926 Anwohner, älter als 18 Jahre, angeschrieben worden. 312 (33,73 Prozent) hatten geantwortet, zum Teil ganz unterschiedlich. Die Befragung sei für einzelne Straßen durchgeführt worden, „um das Ergebnis besser interpretieren zu können“, sagte Ordnungsamtsleiter Pascal Seidel. Aus der Augustastraße haben von 110 Befragten 34 Anwohner teilgenommen und sich mit 82 Prozent gegen eine Bewohnerparkzone ausgesprochen.

Auch in der Blumenstraße seien die Bewohner mehrheitlich gegen die Einrichtung einer Bewohnerparkzone, wobei es hier aktuell bereits eine eigenständige „Bewohnerzone“ gebe, meinte Seidel. In der Gartenstraße ist der Parkdruck recht hoch, fast 70 Prozent der Bewohner seien für eine Neuregelung. In der Gutenbergstraße seien die Ja- und Nein-Stimmen gleichmäßig verteilt und in der Heckerstraße hätten 85 Prozent für das Bewohnerparken votiert, wohl weil die Straße näher an der Innenstadt liegt. In der Leopoldstraße seien 90 Prozent dagegen, in der Luisenstraße 70 Prozent dafür.

Für die Mannheimer Straße soll keine Regelung zum Bewohnerparken eingeführt werden. In der kurzen Schulstraße haben von fünf Befragten nur zwei teilgenommen. In der Schützenstraße votierten knapp 70 Prozent für eine Zone 3, in der Viktoriastraße seien über 80 Prozent dagegen.

Situation entschärfen

„Wir wollen die angespannte Parksituation entschärfen und dann auch kontrollieren“, versprach Steffan. Zielsetzung von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl sei es, „den klaren Ergebnissen der Bürgerbefragung grundsätzlich zu folgen“. Einige Bewohner hatten auf den Fragebögen deutliche Anmerkungen hinterlassen. „Reservierung von Parkplätzen durch Roller“ und „Sparda-Bank und kirchliche Sozialstation nutzen die eigenen Parkplätze nicht“, das sei moniert worden. „Mitarbeiter von Stadt, Banken und Schule parken in der Straße“ und „zu viele Anhänger und Transporter in der Straße“ hatte es geheißen.

Einige Bürger hätten gemeint, „alles soll so bleiben, wie es ist“. Das wird es aber nicht. Die Luisenstraße, die Schulstraße und die Heckerstraße werden in die bestehende Bewohnerparkzone 2 integriert. Die Parkraumbewirtschaftung soll gegebenenfalls im gesamten Innenstadtbereich für die Zeit von 9 bis 21 Uhr vereinheitlicht werden: Eine Stunde mit Parkscheibe, Bewohner der Zone 2 sind frei. Vorteil hierbei ist, dass die aktuell stark durch Gastronomiebesucher, Kunden und Mitarbeiter des Einzelhandels belasteten Straßen künftig nicht mehr so stark frequentiert werden, weil Dauerparken dann nicht mehr möglich wäre.

Für die Gartenstraße, Blumenstraße und Schützenstraße wird eine Bewohnerparkzone 3 geschaffen, in der werktags für zwei Stunden mit Parkscheibe geparkt werden darf. Für die Anwohner je Wohneinheit soll es jährlich zehn kostenfreie Besucherkarten geben. Die Heckerstraße wird auf Wunsch der Bewohner von der Friedrich-Ebert-Straße kommend in Richtung Mannheimer Straße in eine Einbahnstraße umgewandelt. In diesem Fall wäre es aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, die Einbahnrichtung der Werderstraße zu drehen, von der Mannheimer Straße in Richtung Mühlenstraße, damit nicht zwei Einbahnstraßen in die gleiche Richtung aufeinanderfolgen. Dazu solle es aber noch eine Beteiligung der Bewohner der Werderstraße geben, meinte Seidel. Der weitere Bereich mit unter anderem der Augusta-, Grenzhöfer, Gutenberg- und Viktoriastraße bleibe von der Neuregelung ausgenommen.

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