Schwetzingen

Freie Wähler Beim Bürgertreff wird Lösung für Verkehrsführung in Heckerstraße besprochen

Einbahnregelung spaltet Besuchermeinungen

Archivartikel

„Bietet die heutige Gemeinderatssitzung außer Vergabeentscheidungen zu bereits beschlossenen Vorhaben auch nur eine echte Beschlussvorlage, nämlich die zur Änderung der Verkehrsführung in der Heckerstraße sowie dem dortigen Bewohnerparken, so war es doch genau dieses Thema, dass die Meinungen der Besucher spaltete und zu den heftigsten Diskussionen führte“, so die Schwetzinger Freien Wähler (SFW) in einer Pressemitteilung zu ihrem Bürgertreff am Montag.

Nachdem die Vorsitzende Elfriede Fackel-Kretz-Keller das voll besetzte Forum in der Begegnungsstätte der AWO eröffnet hatte, kam es auf Wunsch eines Anwohners der Werderstraße sogleich zur Behandlung des strittigen Themas, so die Pressemitteilung weiter. Stadtrat Oliver Völker habe knapp den Ursprung der Planungen erläutert, die auch auf den Forderungen der Aktiven Bürger zur Parkraumbewirtschaftung beruhe. Dies hätte zum damaligen Zeitpunkt zur Folge gehabt, dass die SFW-Stadträte Oliver Völker und Dr. Jürgen Grimm mit dem Leiter des Ordnungsamtes Pascal Seidel Kontakt aufnahmen, um das Problem zu erörtern. In diesem Gespräch sei die Grundidee geboren worden, eine Bürgerbefragung zu starten, die letztlich auch mit Überraschungen endete.

Mehrheit für Bewirtschaftung

Entgegen den Behauptungen der Aktiven Bürger hätten sich insbesondere die Bewohner der Gartenstraße mit nahezu 70 Prozent für eine Parkraumbewirtschaftung ausgesprochen. Auch in den anderen in der Beschlussvorlage zur Abstimmung stehenden Straßen stimmten die Bewohner allesamt mehrheitlich für eine geregelte Parkraumbewirtschaftung, weshalb es nun letztendlich zur vorliegenden Verwaltungsvorlage gekommen ist, so die Pressemitteilung. Insbesondere die Einbahnregelung der Hecker- und Werderstraße habe die Meinungen der Besucher des Bürgertreffs gespalten.

Stärkere Kontrollen unabdingbar

Da aufgrund verkehrsrechtlicher Bedenken seitens der Verkehrspolizei Mannheim die Einbahnrichtungen beider Straßen auf die Mannheimer Straße laufen und nicht wie geplant zumindest die einer Straße auf die Friedrich-Ebert-Straße, sei es zu Diskussionen über Sinn und Unsinn der Vorlage gekommen. Auch die Stadträte der Freiwähler sind über die jetzige Lösung nicht glücklich, votieren jedoch dafür, es zu diesem Stand jedoch zunächst einmal auszuprobieren, da diese Entscheidung ja nicht in Stein gemeißelt werde und auch die Verwaltung deutlich signalisiert habe, dass, für den Fall diese Regelung erweise sich als nicht praktikabel, Änderungen durchaus möglich und gewollt seien, so die Pressemitteilung.

Letztlich, liege es am „Feedback“ der Bewohner an die Stadtverwaltung, ob es hier nochmals zu Änderungen komme, oder die geplanten Regelungen akzeptiert würden. Eins jedoch ist laut Stadtrat Carsten Petzold sicher: kommt es im Gemeinderat zum entsprechenden Beschluss, dann sind verstärke Kontrollen des Vollzugsdienstes unabdingbar für ein positives Funktionieren der Parkraumregelungen.

Den anschließend von Stadtrat Karl Rupp vorgestellten Beschluss zur Offenlage für die Neubebauung des Postareals habe bei den anwesenden Bürgern ausschließlich positive Resonanzen erbracht. Besonders begrüßt worden sei die Tatsache, dass der Investor versprochen habe, dass die Postfiliale in der Bahnhofsanlage bleiben könne, so sie denn wolle. Die Pläne des Investors für dieses Areal seine als „wirklich gelungen“ begrüßt worden, so die Pressemitteilung. „Alles ist besser und schöner als der jetzige Zustand“, sagte Karl Rupp und signalisierte die Zustimmung der Schwetzinger Freien Wähler.

Mögliche Umleitungen

„Über einen weiteren bereits gefassten Grundsatzbeschluss und die jetzt anstehenden Vergabeentscheide für die anstehenden Planungsleistungen zur Sanierung der Karlsruher Straße referierte Dr. Jürgen Grimm am Ende des Bürgertreffs“, so die Pressemitteilung. Heftiges Atmen sei wahrnehmbar gewesen, als Grimm anfügte, dass es sich um Planungsleistungen in Höhe von nahezu 800 000 bis 900 000 Euro handele über die entschieden würde.

Heiß diskutiert wurde noch über die möglichen Umleitungsstrecken im Zusammenhang mit der Sanierung der Karlsruher Straße und der dadurch bedingten Vollsperrung dieser wichtigen Nord- Süd- Verbindung, so die Freien Wähler. Aber auch anwesende Alt- Schwetzinger hätten hier, genau wie die Freiwähler, nicht die goldene Lösung gefunden. Eine Herausforderung, der sich zuvorderst Stadtverwaltung und Stadtplaner stellen müssen. „Sinnvollen Lösungen dazu werden sich auch die Schwetzinger Freien Wähler nicht verschließen“, so die Pressemitteilung abschließend. cp

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel