Schwetzingen

Marstallstraße Anwohner berichtet von der Situation / Stadt sieht keine Häufung

Einbahnstraßenregelung wird täglich ignoriert

Jürgen Wehner ist nicht nur ein regelmäßiger Besucher der öffentlichen Gemeinderatssitzungen, sondern auch ein aufmerksamer Bürger, der Entwicklungen und Missstände in der Stadt verfolgt. Als Anwohner der Marstallstraße beobachtet er die Situation dort genau – besonders seit dort im September 2018 die Fahrradstraße und damit im südlichen Teil die Einbahnregelung eingeführt wurde. „Das wird täglich ignoriert und es wird immer schlimmer“, berichtete Wehner zu Beginn der jüngsten Ratssitzung.

40 Autos am Tag hat der Anwohner gezählt – „mindestens“. Einige würden sogar rückwärts mit Warnblinker reinfahren.

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl kennt die Situation, weil er fast täglich da mit dem Fahrrad durchfahre: „Ich habe selbst schon Leute zurückgeschickt. Und wir haben schon sehr viele Verwarnungen ausgesprochen.“

Polizei kontrolliert regelmäßig

Ordnungsamtsleiter Pascal Seidel erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass sich die Situation nach anfänglichen Versuchen, die Marstallstraße entgegen der Einbahnrichtung noch als Abkürzung zu nutzen, aus seiner Sicht entspannt. Die Polizei habe dort mehrfach gezielte Kontrollen vorgenommen und auch entsprechend beanstandet. Aber er weiß auch: „Dies bedeutet nicht, dass es auch gerade spätabends und nachts der eine oder andere Verkehrsteilnehmende doch schafft, das kurze Stück als Abkürzung zu nutzen.“

Es würden auch weiterhin stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, so weit es die personellen Möglichkeiten zulassen: „Da wir und die Polizei ,nebenbei’ noch die Überwachungen der Regelungen aus der Corona-Verordnung zu stemmen haben.“ ali

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