Schwetzingen

SPD-Senioren Landesvorstand besucht das Schwetzinger Schloss und genießt ein Spargelessen im „Blauen Loch“/ Ein System gegenseitiger Unterstützung installieren

Eine Hilfe zur Arbeitssuche könnte die Abstufung deutlich abfedern

Über 20 Jahre gibt es die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus nun schon im Ländle. „Grund genug, einmal das schöne Schwetzingen zu besuchen“, scherzte der Bundesvorsitzende Lothar Binding. Oft träfe man sich im stillen Kämmerlein jetzt habe man sich auf Touren gemacht.

Der Landesvorstand hatte aber vor einem Spargelessen im „Blauen Loch“ und dem Besuch des Schlosses einen arbeitsreichen Vormittag eingeplant. Das Thema „Erneuerung“ machte sich gleich am „Problem Arbeitslosengeld II“ fest. Der Vorstand war sich einig, dass in früheren Zeiten Reformen notwendig gewesen seien, aber in einer Zeit der Hochkonjunktur und fließender Steuereinnahmen für den Staat sozialverträgliche Alternativen greifen müssten. Finanzexperte Binding will dazu der SPD-Führung einen Reformvorschlag machen.

„Wir sollten zu einem der Arbeitslosenhilfe ähnlichen Modell zurückkehren, um die Höhe der Unterstützung wieder mit der bisherigen Arbeit zu verknüpfen“, sagt er. Außerdem sollten sich die Arbeitgeber an der Finanzierung der neuen Arbeitslosenhilfe beteiligen. So könnte sich nach der ALG I-Phase, eine prozentual am bisherigen Nettolohn orientierte „Hilfe zur Arbeitssuche“ anschließen, die zwischen der früheren Arbeitslosenhilfe und der dem gegenwärtigen ALG II liege, so Binding.

„Auf diese Weise ließen sich das Armutsrisiko senken und die Lebensbedingungen vieler Arbeitsloser verbessern, dabei die alten Möglichkeiten des Missbrauchs durch die Arbeitgeber zurückdrängen und einer übermäßigen Belastung des Staatshaushalts vorbeugen“.

Fragen der Stadtentwicklung und der Wohnsituation älterer Menschen in Ballungsräumen, die demografische Entwicklung und die Möglichkeiten gegenseitiger Hilfen waren anschließende Themen.

Nach dem Genuss von Schwetzinger Spargel ging es dann bei sommerlichem Wetter ins Schloss. Hansjörg Seeh, ehemaliger Sozialbürgermeister aus Freiburg, war ganz begeistert von der Kurpfalz und natürlich vom königlichen Gemüse: „Der badische Spargel ist ja auch nicht schlecht, aber das war heute schon ein Genuss“, sagte er. zg

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