Schwetzingen

Philosophisches Café Karl Poppers Ansichten im Blickpunkt

Eine offene Gesellschaft

Die Volkshochschule öffnet in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Diakonieverein Schwetzingen und der evangelischen Erwachsenenbildung Rhein-Neckar-Süd ihr philosophisches Café „Zwei-Stein“ am Donnerstag, 20. September, von 18 bis 21 Uhr im Hebelhaus. Diesmal dreht sich alles um „Karl Popper – die offene Gesellschaft und ihre Feinde“.

Eine offene Gesellschaft hat, so Popper, Menschlichkeit, Vernünftigkeit, Gleichheit und Freiheit zum Ziel, die sich in Form der Demokratie durch das sinnlose Prinzip „das Volk soll regieren“ nicht erschöpfen lässt, sondern auf einen Glauben an die Vernunft und an humanitäre Prinzipien gegründet werden muss. Diese offene Gesellschaft sieht Popper gefährdet durch den Historizismus, der Menschen nur als Figuren auf der Bühne der Geschichte sieht und für die Gesellschaft entweder politische Utopien oder die Herstellung „des ursprünglichen Zustands durch strenge hierarchische Organisation propagiert“ (Platon). Letzteres ist vor allem in der jetzigen Zeit häufig zu beobachten, in der gesellschaftliche Umbrüche und die durch sie bewirkten Veränderungen sichtbare Gestalt annehmen und der Ruf nach alter Struktur und Führungsstärke lauter wird. Von Popper lernen bedeutet nicht nur, sich mit Platon, Hegel und Marx auseinanderzusetzen. Mit der Offenlegung der Struktur des totalitären Denkens fordert „die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ uns auch dazu auf, uns den Problemen unserer Zeit zu stellen. Der Titel seines letzten Buches lautet: „Alles Leben ist Problemlösen“. zg

Info: Information und Anmeldung bis 19. September unter Telefon 06202/2 09 50 oder www.vhs-schwetzingen.de

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