Schwetzingen

Eine perfekte Illusion erzeugen

Wolfgang Sponholz erklärt, wie er sich in Joe Cocker verwandelt

Haben Sie eigentlich irgendwelche Rituale, um sich für den Auftritt als Joe-Cocker-Double vorzubereiten?

Wolfgang Sponholz: Bereits jede Probe ist sozusagen ein vorbereitendes Ritual – genau wie schon jede Vorbereitung darauf und auf die nachfolgenden Live-Situationen. Man könnte es „sich eincockern“ nennen. Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv und detailversessen mit dem Original, um für die Besucher der Konzerte eine möglichst perfekte Illusion zu erzeugen: durch Stimme, Mimik, Gestus – kurzum Joes Ausstrahlung – dem Phänomen Cocker faszinierend nahezukommen. Dabei ist mein Erscheinungsbild, eine gewisse Ähnlichkeit von Natur aus, ein glücklicher Umstand.

Was ist bei Ihnen anders als beim Original – geben Sie den Songs eine besondere persönliche Note?

Sponholz: Joe Cocker ist seit Jahren nicht mehr unter uns. Ich bin natürlich nicht das Original, aber wir versuchen in unseren Shows mit allen Mitteln, seinen Spirit wiederzubeleben. Für mich ist das Verschmelzen mit der Bühnenpersönlichkeit von Joe Cocker das erklärte Ziel. Die Band orientiert sich sehr stark am überlieferten Live-Sound der Legende. Die Grenzen zwischen Original und Darstellung verschwimmen weitgehendst wenn wir auftreten, wie jetzt in der Wollfabrik. Eine besondere persönliche Note könnte da eher als störend empfunden werden.

Auf was können sich die Gäste am Samstag freuen?

Sponholz: Auf eine Art Wiedergänger-Erlebnis eines der größten Rocksänger der Musikgeschichte. Ein Joe-Konzert ist eine Inszenierung, die den Konzertbesucher einlädt, sich der Illusion, der echte Joe Cocker sei wiederauferstanden, hinzugeben. nina

Gäste, die im Woodstock- oder Hippie-Outfit kommen, erhalten zwei Tickets zum Preis von einem. Los geht es am Samstag, 30. November, um 20 Uhr in der Schwetzinger Wollfabrik.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional