Schwetzingen

Kurt-Waibel-Schule Schulbank mit Arbeitsplatz getauscht

Einen Tag schuften für sozial benachteiligte Jugendliche

Archivartikel

„Wir sind richtig stolz und beeindruckt von unseren Schülern, denn die Begeisterung mit der sie sich für den sozialen Tag und seinen wohltätigen Zweck einsetzen, ist einmal mehr großartig“, freute sich die Rektorin der Kurt-Waibel-Schule, Elke Rohr, bereits am Anfang dieser Woche.

Am Donnerstag war es dann so weit: Zum bereits 18. Mal in ununterbrochener Folge tauschten die Schüler einen Tag lang den Unterricht und die Schulbank mit einem Einsatz als Arbeitskraft, um mit dem erzielten Lohn ein soziales, gemeinnütziges Projekt zu unterstützen. Hierbei gibt es schulintern einen jährlichen Wechsel zwischen einem sozialen Hilfsprojekt in einem Entwicklungsland und einer wohltätig ausgerichteten Aktion in der hiesigen Region.

Wespinstift wird gefördert

Die Kurt-Waibel-Schüler entscheiden dabei regelmäßig selbst, wo der von ihnen erarbeitete Verdienst hinfließen soll. Nachdem im letzten Jahr notleidende Straßenkinder in Madagaskar unterstützt wurden, fiel aktuell der mehrheitliche Beschluss, das Wespinstift in Mannheim zu fördern. Hierbei handelt es sich um ein Kinder- und Jugendhilfezentrum, in dem Waisenkinder und sozial vernachlässigte Jugendliche wohnen. Wir besuchten einige der Schüler und Gruppen bei ihren Arbeitseinsätzen. Sie konnten sich übrigens ihren Arbeitsplatz selbst suchen oder sich ein bestimmtes Angebot aus einer Liste ihrer Schule auswählen.

Annalena (16 Jahre) entschied sich für einen Arbeitseinsatz im Blumenladen „Les Fleurs“ in der Carl-Theodor-Straße. Nach kurzer Einführung durfte sie frisch angelieferte Blumen anschneiden, Pflanzen gießen und umsetzen. „Ich bin schon im vierten Jahr dabei und finde es gut, dass wir als Gleichaltrige die Mannheimer Kinder unterstützen“, sagte sie uns. Der Zwölfjährige Noah machte sich bei „Nah und gut“ Wolf als Regalfüller und beim Umsortieren an der Frischobsttheke nützlich. „Ich bin zum dritten Mal hier, die Arbeit macht Spaß und dass es Notleidenden nutzt, ist doppelt gut“, sagt er spontan lächelnd.

Maurice war in der Bibliothek des Hebel-Gymnasiums einige Stunden lang mit dem Entfernen alter, und dem Anbringen neuer Signaturen an Büchern beschäftigt. Dort wird gerade die Bücherei neu geordnet. Weitere Kurt-Waibel-Schüler stellten ihre Arbeitskraft auch im Bellamar, schulischen Kernzeitbetreuungen, oder im Einzelhandel zur Verfügung.

Alle werden nach den Sommerferien mit Sicherheit bei der offiziellen Scheckübergabe dabei sein. Gespannt sind sie jedenfalls heute schon darauf, wieviel Geld bei ihrer Aktion zum Wohle der Mannheimer Kinder zusammenkommen wird.

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