Schwetzingen

Einfach mal machen

Die Punkte haben’s gezeigt: Ein Paradebeispiel dafür, wie man klimaneutral lebt, bin ich noch lange nicht. Wenig Fleisch essen, regionale und saisonale Lebensmittel einkaufen, das Fahrrad statt das Auto nehmen – diese Methoden sind nichts Neues.

Fleisch und Fisch esse ich schon lange nicht mehr. Und trotzdem komme ich nur mit Mühe an die 100 Punkte heran. Das frustriert. Was mich aber noch mehr frustriert sind Menschen, die noch nicht einmal versuchen, wenigstens einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Was bringt es, wenn ich mich bei Wind und Wetter aufs Rad schwinge, wenn andere dafür jeden Monat mit dem Flugzeug fliegen?

Die Antwort – eine ganze Menge. Es braucht nicht eine Hand voll Menschen, die komplett klimaneutral leben, sondern viele Menschen, die viele kleine Schritte in die richtige Richtung gehen. Wer stehen bleibt, kommt nie ans Ziel. Klimaschutz hat so viele Aspekte: Wer auf sein Fleisch nicht verzichten möchte, kann trotzdem Einwegplastik meiden und wer im Alltag auf das Auto angewiesen ist, kann seinen Sommerurlaub trotzdem ohne Flugreise planen.

Wir müssen uns trauen, öfter aus der Komfortzone auszubrechen und einfach mal machen, probieren, anfangen. Es muss nicht alles immer gleich perfekt sein und man muss auch nicht komplett autark leben, um etwas für die Umwelt zu machen– ein Mehrweg- statt Einwegbecher, eine wiederverwendbare Stofftasche statt einer Plastiktüte oder ab und an mal ein veganes Gericht.

Das ist ein guter Anfang. Jeder kann und sollte seinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Also los geht’s, Ausreden gibt es keine mehr.

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