Schwetzingen

Nachruf Wolfgang Böttcher im Alter von 80 Jahren gestorben

Er war eine feste Größe in der Stadt

Archivartikel

Erst im September hatten wir Wolfgang Böttcher in der Zeitung zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Damals war er zwar schon von seiner schweren Krankheit gezeichnet, aber alle hofften auf eine Besserung. Doch am zweiten Weihnachtsfeiertag verstarb der engagierte Schwetzinger – ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen.

Beim Neujahrsschießen der Schützengesellschaft machte diese traurige Nachricht die Runde, denn gerade in diesem Kreis wurde Böttcher besonders vermisst, hatte er doch über viele Jahre die „Herschscheibe“ für den Sieger angefertigt. Ein Führungsamt in einem Verein hatte der seit 60 Jahren hier lebende gebürtige Berliner zwar nie, aber trotzdem machte er sich in mehreren Bereichen äußerst verdient und war in der Stadt eine feste Größe. Böttcher sorgte dabei immer wieder für Knalleffekte, was vor allem an seinen Fertigkeiten als Pyrotechniker lag. Wenn bei den SWR-Festspielen, im Schlossgarten, auf der Eisbahn, im Lutherhaus, bei der SCG oder in den Partnerstädten ein Feuerwerk oder pyrotechnische Effekte gebraucht wurden, war der ehemalige Waffenmeister des Mannheimer Nationaltheaters gefragt.

Besonders am Herzen lagen Wolfgang Böttcher die Städtepartnerschaften. Er war immer da, wenn er gebraucht wurde – etwa als Fahrer von unzähligen Spendentransporten ins ungarische Pápa. Auch alle drei Partnerschaftsradtouren begleitete er als Helfer. Beim Förderverein für Städtepartnerschaften war er 25 Jahre eine unverzichtbare Größe – die Ernennung zum Ehrenmitglied war die logische Folge. Dazu kommt sein langes Engagement als Aktiver bei den Böllerschützen und beim Ortsverein des Roten Kreuzes sowie bei der Schützengesellschaft, die ihn ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannte. ali

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