Schwetzingen

Evangelische Kirche Konfirmation wird an verschiedenen Stationen im Lutherhaus und der Stadtkirche gefeiert / Videobotschaft für Freunde und Verwandte

Ergebnisse aus dem Lockdown selbst ausgestellt

Archivartikel

„Willst du in deinem Leben immer wieder neu nach Gottes Spuren suchen? Willst du als evangelischer Christ in der Kirche und in der Welt leben?“ Diese Frage stellten die Pfarrer Mathis Goseberg und Steffen Groß jedem einzelnen ihrer Konfirmanden bei der „Konfirmation an Stationen“, die am Wochenende in Lutherhaus und Stadtkirche gefeiert wurde. „Ja, mit Gottes Hilfe“, lautete jedes Mal die Antwort der Jugendlichen – mal laut und deutlich, mal vorsichtig, immer aber persönlich. Auf das Bekenntnis folgte der Segen.

Die Einsegnung in der Stadtkirche war der Höhepunkt des Konfirmationsgottesdienstes, der in diesem Jahr Corona-bedingt ganz anders gefeiert wurde als gewohnt. Die ursprünglich geplanten Termine im Mai waren der Pandemie zum Opfer gefallen – „umso schöner, dass wir jetzt wirklich feiern können“, brachte es Mathis Goseberg auf den Punkt.

Insgesamt 24 Jungen und Mädchen wurden am Samstag und Sonntag konfirmiert, 13 weitere werden am kommenden Samstag, 10. Oktober, folgen.

Erinnerung an die Taufe

Alle durchliefen mit ihren Familien und Paten nacheinander im 15-Minuten-Takt vier Stationen. Sie begegneten dabei neben Goseberg und Groß auch der neuen Pfarrerin Franziska Beetschen und Gemeindediakonin Margit Rothe, die auch die Organisation übernommen hatte. Außerdem waren der Kirchengemeinderat und die Jugendlichen vom Konfi-Team dabei. Die jungen Menschen hatten auch den Konfirmandenunterricht mitgestaltet. An der ersten Station im kleinen Saal des Lutherhauses begann der Gottesdienst mit einer Tauferinnerung. Dabei wurden Taufpredigten vorgelesen, die die Konfirmanden selbst verfasst hatten. Darauf folgte die zweite Station im großen Saal: Dort führen die Konfirmanden ihre Familien durch eine Ausstellung mit Ergebnissen aus der Konfirmandenzeit: Zu sehen waren Bilder, Ergebnisse aus dem Online-Unterricht während des Lockdowns, die Konfirmationssprüche und selbst verfasste Glaubensbekenntnisse: „Gott war schon am Anfang bei uns und wird es auch am Ende sein. Er ist positive Energie in jedem, der an ihn glaubt“, lautet eines davon.

An der dritten Station im Foyer des Lutherhauses formulierten die Angehörigen Wünsche für ihren Konfirmanden und legten sie in ein Glas. Außerdem bereiteten die Familien Fürbitten für die Einsegnung vor. Die Konfirmanden nahmen währenddessen eine Videobotschaft für Freunde und Verwandte auf, die nicht dabei sein konnten.

Der Abschluss war dann die Einsegnung in der Stadtkirche, die von Detlev Helmer und Dorothee Strieker an der Orgel bereichert wurde. Dabei gab es auch ein Geschenk der Gemeinde: Eine Maske mit Kreuz und dem Aufdruck „Konfi 2020“ als Erinnerung an ein außergewöhnliches Konfirmandenjahr. zg

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