Schwetzingen

Volkshochschule Ausstellung von Jörg Künkel, „LONS“ und Felicitas Wiest / Open-Air-Vernissage

Erinnerungen auf Leinwand gebannt

Schon in der Antike bis hin in unsere Gegenwart haben sich Künstler mit der Visualisierung von Abläufen Erlebnissen und Ereignissen in der Kunst beschäftigt. Diese „Geschichten“ verbinden sie zumeist mit eigenen Erfahrungen und Erinnerungen sowie gesellschaftlichen Wahrnehmungen. Die Volkshochschule (VHS) lädt zur Open-Air-Vernissage am Samstag, 19. September, um 17 Uhr in den Innenhof des Kulturzentrums, Mannheimer Straße 29, ein.

Die Künstler Felicitas Wiest und „LONS“ arbeiten in ähnlicher Weise. Ihr Arbeitsmaterial ist aber verschieden. „LONS“ ist ein Maler, der als Jäger und Sammler mit Fundstücken und mit dicker Farbmaterie in vielen übereinandergelegten Schichtenseine Bilder bearbeitet, während Felicitas Wiest Hochdrucke auf Büttenpapier als Unikate herstellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Dichte und Transparenz, Linie mit Fläche, Struktur und Glätte wechseln sich in beiden Arbeitsbereichen der Künstler ab. Die unterschiedliche Herangehensweise erzeugt ein Spannungsfeld, einen „Dialog“, auf den sich die Betrachter einlassen können.

Vom Werber zum Künstler

Nach über 30 Jahren als Inhaber einer Werbeagentur konzentriert sich Jörg Künkel heute ganz auf seine künstlerischen Tätigkeiten als Maler und Objektkünstler. Seine Bilder entwickeln sich meist spontan während des Entstehungsprozesses.Es gibt keine Vorzeichnungen, keine Studien – der Künstler folgt nur seiner Intuition.

Felicitas Wiest war Lehrerin und arbeitet seit 20 Jahren mit Linoleum und Sperrholzplatten. Ihr zentrales Thema ist der Begriff der Erinnerung. Es sind Erinnerungsbilder an Landschaften und -formen, an Kindheit und Jugend, Abschied und Verlust. Parallel zu den Hochdrucken entstanden im Laufe der Zeit Collagen und Malereien auf Leinwand. Wie ihre ebenfalls gezeigte faszinierende Serie zu Kissen und Decken. Ihre Kunst wird im In- und Ausland ausgestellt.

Zum Auftakt der Ausstellung findet ein Gespräch von VHS-Leiterin Gundula Sprenger mit den Künstlern statt.

Die Ausstellung ist vom 19. September bis 19. Dezember in der Galerie der Volkshochschule zu deren Öffnungszeiten zu besichtigen. Wegen der Corona-Hygieneverordnung muss an der VHS-Tür geklingelt und beim Einlass Name und Telefonnummer hinterlegt werden. Der Eintritt ist frei. zg

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