Schwetzingen

Sportfliegerclub Dennis Aziz, Kacper Mielczarek und Nils Benighaus haben die Flugzeuge im Griff

Erstflüge gelingen problemlos

Archivartikel

Die Jugendarbeit ist eine wesentliche Basis im Vereinsleben der Schwetzinger Segelflieger. Nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebes kam auch die Ausbildung der Flugschüler wieder in Gang. Von Vorteil war, dass es sich beim Segelfliegen um eine Freiluftsportart handelt, wobei die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen konsequent umgesetzt wurden. Bemerkenswert ist, dass die Ausbildung zum Segelflieger bereits mit 14 Jahren beginnen kann – in einem Alter, in dem das Mopedfahren noch tabu ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Sportfliegerclubs (SFC) Schwetzingen.

Zu Beginn der Schulferien fanden am Flugplatz Herrenteich zwei Flugwochen statt, die von den Vereinsmitgliedern für intensive fliegerische Aktivitäten genutzt werden konnten. Hierbei kam natürlich auch die Ausbildung der Flugschüler nicht zu kurz, so dass vor allem die jungen Piloten rasch Fortschritte machten. Nach sorgfältiger Ausbildung durch die ehrenamtlichen Fluglehrer des Vereines konnten nun kurz hintereinander gleich drei jugendliche Flugschüler im „Twin-Astir“ , dem Schulflugzeug des Vereines, zu ihrem ersten Alleinflug starten. Nach der bereits vorher erfolgten Bescheinigung der medizinischen Fliegertauglichkeit war hierfür die Freigabe durch zwei Fluglehrer erforderlich, die unabhängig voneinander ihren Schützlingen die Alleinflugreife zu bescheinigen hatten. Insgesamt hatte jeder drei Flüge nach dem Start im Flugzeugschlepp hinter dem Schleppflugzeug vom Typ „Aviat Husky“ auf eine Schlepphöhe von 500 Metern zu absolvieren.

So konnten zuletzt Dennis Aziz und Kacper Mielczarek diese große Herausforderung erfolgreich bewältigen. In der Flugwoche zuvor hatte schon Nils Benighaus vorgelegt. Die Fluglehrer Frank Heyne, Thomas Künzl und Peter Mühlhölzer überwachten vom Boden aus alle Flugphasen ihrer Schützlinge, mussten aber nicht per Funk eingreifen, da alle Starts und Landungen problemlos gelangen. Traditionelle Belohnung war anschließend ein Strauß stacheliger Flugplatzblumen, der den frischgebackenen Piloten durch die versammelten Fliegerkameraden überreicht wurde und ihnen Glück für die weitere fliegerische Laufbahn bringen soll.

Azubis der Pfalz-Flugwerke zu Gast

In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass die Flugschüler der vergangenen Jahre nach ihren Alleinflügen durchweg bei der Stange geblieben sind und nun wesentlich zu den fliegerischen Aktivitäten und somit zur gesunden Struktur des Vereines beitragen, schreibt der SFC.

Als weiteres Highlight konnte zuvor erneut erfolgreich das Fluglager für 20 Auszubildende der Pfalz-Flugzeugwerke durchgeführt werden, die traditionell innerhalb ihrer Ausbildung zum Fluggerätemechaniker beim SFC Schwetzingen die praktischen Aspekte des Fliegens nahegebracht bekommen. An zehn Flugtagen wurden hierbei mehrere Hundert Starts und Landungen mit dem Segelflugzeug, dem Ultraleichtflugzeug und dem Motorsegler durchgeführt. Hierfür waren besondere personelle und logistische Herausforderungen der Vereinsmitglieder erforderlich. Als Fluglehrer engagierten sich hier vor allem Peter Sprenger, Dennis Veit, Steffen Sandhöfner und Karl-Philipp Heinerich sowie Günter Besser als Schlepppilot, nicht zu vergessen auch verschiedene andere Vereinsmitglieder als Flugleiter und zur organisatorischen Unterstützung.

Für das leibliche Wohl sorgte wie auch an allen anderen Flugtagen Wirtin Anna Borowka in der Gartenwirtschaft des Vereines. lc/zg

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